Comic - Star Wars
Thrawn
ThrawnComic - Star Wars | mit: Autorin: Jody Houser, Zeichner: Luke RossBewertung:★★★★★ Der blauhäutige Alien Thrawn passt mit seiner strammen Statur, seinem ernsten Blick und den grimmig leuchtenden roten Augen perfekt in die Reihen der imperialen Führungskräfte. Doch dahin ist es auch für den versierten Kämpfer und Kriegsstrategen ein weiter weg. Außerdem steckt mehr hinter der Verbindung des Chiss zum Imperium. Handlung Eine Erkundungsoperation des Imperiums führt eine Gruppe Sturmtruppler auf einen abgelegenen Planeten des Wilden Rands. Dort verschwinden Mitglieder des Trupps spurlos. Grund dafür ist ein Chiss-Krieger, der das Imperium von seinem zurückgezogen lebenden Volk fernhalten will. Das führt den Mann so weit, dass er auf das Schiff der Imperialen schleicht, um sich dort gefangen nehmen zu lassen. Sein Plan bleibt zunächst unklar, doch er bekommt die Chance sich gegenüber keinem anderen als dem Imperator persönlich zu erklären. Und tatsächlich ist dieser sehr an dem großartigen Strategen interessiert. Thrawn bekommt einen Posten im Imperium und soll sich beweisen. Im Gegenzug für seine strategischen Dienste soll man seine Heimatwelt unangetastet lassen. BewertungEine außergewöhnliche Karriere nimmt fortan ihren Verlauf. Thrawn ist strategisch so versiert, dass er es schnell zu höheren Rängen schafft. Dabei behilflich ist ihm ein junger Kadett, der bei seinem ersten Kontakt mit dem Imperium anwesend war und durch seine Kenntnis der Sprache und sagenumwobenen Kultur der Chiss eine hilfreiche Mittelsposition eingenommen hat. Auch Eli Vanto stammt aus dem Wilden Raum und so sind Thrawns und sein Schicksal fortan verbunden. Thrawn ist ein spannender, unverbrauchter Charakter, der vor allem aus der Serie „Rebels“ als Gegenspieler der Rebellen bekannt ist. Seine Herkunftsgeschichte und seinen Aufstieg im Imperium in einem Comic zu behandeln bietet eine willkommene Abwechslung zu immer wiederkehrenden Charakteren wie Darth Vader oder anderen Hauptfiguren der Filme. Eli Vanto hingegen bleibt charakterlich blass und nimmt eher eine erzählerisch wichtige Rolle im Comic ein. Seine komplexen Pläne offenbart Thrawn in der Regel über das Gespräch mit seinem Dolmetscher und Adjutanten den Leserinnen und Lesern.
Damit wären wir auch schon beim Kern des Comics. Es geht in der Geschichte des Aufstiegs Thrawns vor allem um die Politik innerhalb des Imperiums und um Thrawn geschickte Ausnutzung seiner strategischen Fähigkeiten, um jederzeit allen Konkurrenten und Gegnern einen Schritt voraus zu sein. So kann er es in beachtlich kurzer Zeit in die höchsten militärischen Ränge des Imperiums schaffen. Die verworrenen, komplexen Pläne des Protagonisten werden aber gut erläutert und man kann den Ideen des Chiss gut folgen. Gleichzeitig wird aber immer nur häppchenweise preisgegeben, was er vorhat. So entsteht eine grundlegend spannende Stimmung. Zur Mitte des Comics gibt es aber auch einige Längen, denn auch die politische Seite seines Aufstiegs wird recht detailreich geschildert. So kommt es zwischendurch zu langwierigen Gesprächen über politische Zusammenhänge im Imperium. Der Nervenkitzel schlechthin ist das verständlicherweise nicht.
Auch in der Gestaltung schlägt sich das nieder. Zwar gefällt mir der Stil von Luke Ross sehr gut, es fehlt aber hier und da an Details, die ich an Star-Wars-Comics sehr schätze. Neben dem Chiss Thrawn taucht beispielsweise nur eine weitere Alienrasse im gesamten Comic auf. Zwar wird das innerhalb des Imperiums mit der grundsätzlichen Abneigung gegenüber Aliens erklärt, aber dennoch hätte man ruhig häufiger die Vielfalt und Komplexität des Star-Wars-Kosmos durchblitzen lassen können. Einige Raumschlachten und ein Wiederkehrender Schmuggler sind schon ein guter Ansatz, aber ich hätte mir diesbezüglich mehr gewünscht.
Fazit Insgesamt ist Thrawn aber dennoch ein klasse Comic. Es ist schön mal eine frische Geschichte über einen relativ neuen Charakter zu lesen und diese bietet auch genügend Gesprächsstoff. Der Charakter bietet eine Grundlage für eine spannende Politgeschichte, zwar mit einigen Längen, aber dennoch lesenswert.
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Damit wären wir auch schon beim Kern des Comics. Es geht in der Geschichte des Aufstiegs Thrawns vor allem um die Politik innerhalb des Imperiums und um Thrawn geschickte Ausnutzung seiner strategischen Fähigkeiten, um jederzeit allen Konkurrenten und Gegnern einen Schritt voraus zu sein. So kann er es in beachtlich kurzer Zeit in die höchsten militärischen Ränge des Imperiums schaffen. Die verworrenen, komplexen Pläne des Protagonisten werden aber gut erläutert und man kann den Ideen des Chiss gut folgen. Gleichzeitig wird aber immer nur häppchenweise preisgegeben, was er vorhat. So entsteht eine grundlegend spannende Stimmung. Zur Mitte des Comics gibt es aber auch einige Längen, denn auch die politische Seite seines Aufstiegs wird recht detailreich geschildert. So kommt es zwischendurch zu langwierigen Gesprächen über politische Zusammenhänge im Imperium. Der Nervenkitzel schlechthin ist das verständlicherweise nicht.
Auch in der Gestaltung schlägt sich das nieder. Zwar gefällt mir der Stil von Luke Ross sehr gut, es fehlt aber hier und da an Details, die ich an Star-Wars-Comics sehr schätze. Neben dem Chiss Thrawn taucht beispielsweise nur eine weitere Alienrasse im gesamten Comic auf. Zwar wird das innerhalb des Imperiums mit der grundsätzlichen Abneigung gegenüber Aliens erklärt, aber dennoch hätte man ruhig häufiger die Vielfalt und Komplexität des Star-Wars-Kosmos durchblitzen lassen können. Einige Raumschlachten und ein Wiederkehrender Schmuggler sind schon ein guter Ansatz, aber ich hätte mir diesbezüglich mehr gewünscht.
Fazit Insgesamt ist Thrawn aber dennoch ein klasse Comic. Es ist schön mal eine frische Geschichte über einen relativ neuen Charakter zu lesen und diese bietet auch genügend Gesprächsstoff. Der Charakter bietet eine Grundlage für eine spannende Politgeschichte, zwar mit einigen Längen, aber dennoch lesenswert.