Filme - Drama
Touch Me Not
Touch Me NotFilme - Drama | mit: Laura Benson, Tómas Lemarquis, Adina PintilieBewertung:★★★★★ In einer faszinierenden Mischung aus Drama und Dokumentation widmet sich „Touch Me Not“ dem Leben verschiedener Menschen und ihrem Umgang mit Tabus, Intimität und ihrem Selbstwertgefühl. Dabei schafft es Regisseurin Adina Pintilie ein wirklich empathisches Porträt dieser Figuren zu schaffen, welches trotz viel nackter Haut selten ausbeuterisch wirkt. Handlung In ihrer Suche nach Intimität, trifft Laura verschiedene Menschen und versucht über ihren Umgang mit körperlicher Nähe einen Zugang zu ihrer eigenen Sexualität zu finden… Trailer BewertungAdina Pintilies Spielfilmdebüt wurde bei der letztjährigen Berlinale mit dem Hauptpreis ausgezeichnet und sorgte damit für gewisse Verwirrung, da das Kritikerecho doch recht gespalten war. Die einen feierten den Film als gelungene Reflexion über Sexualität und Intimität, während die anderen dem Film einen kitschigen, ja schon fast verwerflichen Ansatz nachsagen.
Wie so oft, findet man die Wahrheit über „Touch Me Not“ irgendwo in der Mitte. Pintilies Gradwanderung zwischen Spielfilm und Dokumentation äußert sich im Film als eine der größten Stärken des Films, schafft er doch so eine faszinierende Zwischenwelt, in der die Charaktere / die Darsteller eine sichere Bühne erhalten, um über ihre Gefühle, Fantasien und Ängste zu sprechen.
Dieser experimentelle Ansatz, aber auch die Auftritte von Adina Pintilie innerhalb des Films sorgen allerdings auch für zwischenzeitliche Verwirrung, reißen sie doch immer wieder aus dem ansonsten sehr intensiven und vor allem intimen Film. Gerade die Gespräche mit der transsexuellen Hanna Hofmann und dem an Muskelatrophie erkrankten Christian Bayerlein verlieren deshalb einen Teil ihrer Wirkung, da reine Interviews mit diesen Personen vermutlich durchaus interessanter gewesen wären.
Man muss aber auch sagen, dass der experimentelle Ansatz dazu führt, dass man diesen Menschen sehr nahekommt und ihre Offenheit aus nahezu erster Hand erfährt. Es hat eine geradezu befreiende Wirkung zu sehen, wie Hanna, Christian und die anderen jedem physischen und psychischen Hindernis zum Trotz, sich selbst akzeptieren und ihre Sexualität ausleben. Dennoch vermischt Pintilie hier sehr viel, was dem Erfolg des Films einen gewissen Abbruch tut, da hier nicht alles so klar formuliert wird, wie man es sich wünschen würde.
Fazit Auch wenn hier noch nicht alles funktioniert, schafft es Adina Pintilies Langfilmdebüt zwar durchaus, dem wirklich interessant aufbereiteten Thema der Intimität gerecht zu werden, sorgt durch die Vermischung aus Spiel- und Dokumentarfilm allerdings immer wieder für Momente der Verwirrung, die sich negativ auf die ansonsten überaus spannende Herangehensweise auswirken. Eine spannende Reise bleibt „Touch Me Not“ dennoch…
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Wie so oft, findet man die Wahrheit über „Touch Me Not“ irgendwo in der Mitte. Pintilies Gradwanderung zwischen Spielfilm und Dokumentation äußert sich im Film als eine der größten Stärken des Films, schafft er doch so eine faszinierende Zwischenwelt, in der die Charaktere / die Darsteller eine sichere Bühne erhalten, um über ihre Gefühle, Fantasien und Ängste zu sprechen.
Dieser experimentelle Ansatz, aber auch die Auftritte von Adina Pintilie innerhalb des Films sorgen allerdings auch für zwischenzeitliche Verwirrung, reißen sie doch immer wieder aus dem ansonsten sehr intensiven und vor allem intimen Film. Gerade die Gespräche mit der transsexuellen Hanna Hofmann und dem an Muskelatrophie erkrankten Christian Bayerlein verlieren deshalb einen Teil ihrer Wirkung, da reine Interviews mit diesen Personen vermutlich durchaus interessanter gewesen wären.
Man muss aber auch sagen, dass der experimentelle Ansatz dazu führt, dass man diesen Menschen sehr nahekommt und ihre Offenheit aus nahezu erster Hand erfährt. Es hat eine geradezu befreiende Wirkung zu sehen, wie Hanna, Christian und die anderen jedem physischen und psychischen Hindernis zum Trotz, sich selbst akzeptieren und ihre Sexualität ausleben. Dennoch vermischt Pintilie hier sehr viel, was dem Erfolg des Films einen gewissen Abbruch tut, da hier nicht alles so klar formuliert wird, wie man es sich wünschen würde.
Fazit Auch wenn hier noch nicht alles funktioniert, schafft es Adina Pintilies Langfilmdebüt zwar durchaus, dem wirklich interessant aufbereiteten Thema der Intimität gerecht zu werden, sorgt durch die Vermischung aus Spiel- und Dokumentarfilm allerdings immer wieder für Momente der Verwirrung, die sich negativ auf die ansonsten überaus spannende Herangehensweise auswirken. Eine spannende Reise bleibt „Touch Me Not“ dennoch…