Filme - Drama
Trautmann
TrautmannFilme - Drama | mit: David Kross, Freya Mavor, John HenshawBewertung:★★★★★ Das Leben des Torhüters Bert Trautmann ist nicht nur für Fußball-Liebhaber und Historiker interessant, sondern auch eine unglaublich menschliche Geschichte über Versöhnung und den Neuanfang. Auch wenn das Drama von Marcus H. Rosenmüller es nicht immer schafft, sein Leben in eine ideale dramatische Struktur zu bringen. Handlung Am Ende des Zweiten Weltkriegs gerät der junge Soldat Bert Trautmann in englische Kriegsgefangenschaft. Dort macht er mit seinem fußballerischen Können auf sich aufmerksam und wird 1949, unter großen Fan-Protesten, vom englischen Erstligisten Manchester City als Torwart verpflichtet. In den folgenden Jahren entwickelt sich der ehemalige Kriegsfeind zur absoluten Fußball-Legende. Trailer BewertungAuch wenn Fußball der wohl beliebteste Sport der Welt ist, gibt es gar nicht mal so viele bekannte Filme darüber. Man kennt vielleicht noch „Das Wunder von Bern“ über den ersten Weltmeister-Titel für Deutschland oder „The Damned United“, der sich mit der kurzen Amtszeit von Brian Clough beim britischen Erstligisten Leeds United beschäftigt. Wenn man sich in den Doku-Bereich begibt, dürfte wohl der Film „Tom meets Zizou“ zu den bekanntesten Werken des Genres gehören. Wenn man es also so betrachtet, konzentrieren sich Fußballfilme nur selten auf das Spiel an sich, sondern eben auf das, was den Fußball zu so einem dramatischen Sport macht: die Menschen
„Trautmann“ erzählt die spannende Lebensgeschichte von Bernhard „Bert“ Trautmann und beleuchtet dabei (wie auch „Das Wunder von Bern“) die Nachkriegszeit durch die Welt des Fußballs. Dabei konzentriert sich allerdings auch dieser Film eher auf die Menschen, was allerdings zu einer zwiespältigen Angelegenheit wird.
Trautmann (gespielt von David Kross) landet in englischer Kriegsgefangenschaft und sieht sich der Anfeindung durch die britischen Soldaten und Zivilisten gegenüber. Er lernt allerdings auch Margaret kennen, in die er sich verliebt und mit der er schließlich heiratet. Man merkt bereits: auch abseits des Platzes bietet die Lebensgeschichte von Bert Trautmann einige spannende Facetten. Jedoch stellt gerade diese Anzahl von interessanten Aspekten Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Co-Autor Nicholas J. Schofield vor strukturelle Probleme, da man versucht viele Jahre von Trautmanns sehr ereignisreichem Leben in einen knapp zweistündigen Film zu verpacken.
So geschieht es leider auch, dass gewisse dramatische Spitzen quasi wie eine Coda daherkommen oder vollkommen unter dem Ballast von anderen Szenen untergehen. Zwar ist die Grundstruktur hier wirklich stabil, aber dennoch verläuft sich der Film oftmals in kleineren Szenen, die dann größeren Momenten die Zeit nehmen, um wirklich zu 100% zu funktionieren. Dennoch schafft es Rosenmüller dem faszinierenden Leben von Bert Trautmann ein filmisches Denkmal zu errichten, auch wenn hier leider nicht alles passt.
Fazit "Trautmann" ist ein Fußball-Film, der auch Leuten gefallen könnte, die eben so gar nichts mit Fußball am Hut haben. Gerade durch die Verbindung von Welt- mit Fußballgeschichte gelingt dem Film von Marcus H. Rosenmüller zwar ein wunderbarer inhaltlicher Spagat, was jedoch von den strukturellen Problemen etwas geschmälert wird, die durch das Zusammenfassen einer Lebensgeschichte in knapp zwei Stunden entstehen.
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„Trautmann“ erzählt die spannende Lebensgeschichte von Bernhard „Bert“ Trautmann und beleuchtet dabei (wie auch „Das Wunder von Bern“) die Nachkriegszeit durch die Welt des Fußballs. Dabei konzentriert sich allerdings auch dieser Film eher auf die Menschen, was allerdings zu einer zwiespältigen Angelegenheit wird.
Trautmann (gespielt von David Kross) landet in englischer Kriegsgefangenschaft und sieht sich der Anfeindung durch die britischen Soldaten und Zivilisten gegenüber. Er lernt allerdings auch Margaret kennen, in die er sich verliebt und mit der er schließlich heiratet. Man merkt bereits: auch abseits des Platzes bietet die Lebensgeschichte von Bert Trautmann einige spannende Facetten. Jedoch stellt gerade diese Anzahl von interessanten Aspekten Regisseur Marcus H. Rosenmüller und Co-Autor Nicholas J. Schofield vor strukturelle Probleme, da man versucht viele Jahre von Trautmanns sehr ereignisreichem Leben in einen knapp zweistündigen Film zu verpacken.
So geschieht es leider auch, dass gewisse dramatische Spitzen quasi wie eine Coda daherkommen oder vollkommen unter dem Ballast von anderen Szenen untergehen. Zwar ist die Grundstruktur hier wirklich stabil, aber dennoch verläuft sich der Film oftmals in kleineren Szenen, die dann größeren Momenten die Zeit nehmen, um wirklich zu 100% zu funktionieren. Dennoch schafft es Rosenmüller dem faszinierenden Leben von Bert Trautmann ein filmisches Denkmal zu errichten, auch wenn hier leider nicht alles passt.
Fazit "Trautmann" ist ein Fußball-Film, der auch Leuten gefallen könnte, die eben so gar nichts mit Fußball am Hut haben. Gerade durch die Verbindung von Welt- mit Fußballgeschichte gelingt dem Film von Marcus H. Rosenmüller zwar ein wunderbarer inhaltlicher Spagat, was jedoch von den strukturellen Problemen etwas geschmälert wird, die durch das Zusammenfassen einer Lebensgeschichte in knapp zwei Stunden entstehen.