Game - Strategie

Tribes of the Wind

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Tribes of the Wind
Tribes of the WindGame - Strategie | mit: HUCH!Bewertung:★★★★★ Der Klimawandel kommt. Er steht vor der Haustür und könnte das Leben auf unserer Welt bald nachhaltig verändern. Dass die Menschheit noch immer darum ringt, mit welchen Maßnahmen sie diesem entgegenwirken kann, ist sehr bedauerlich und zeigt mal wieder, dass wirtschaftliche und geopolitische Interessen im Vordergrund stehen. Was die großen Politiker unserer Zeit nicht schaffen, schafft aber die Spielindustrie, indem sie das Thema aufgreift und zu ihrem eigen macht. Der "Huch!" Verlag hat mit dem Titel "Tribes of the Wind" diese Stimmung eingefangen und erweitert sie um den genauso wichtigen Punkt der Umweltverschmutzung. Autor Joachim Thôme und Illustrator Vincent Dutrait haben zusammen an diesem Projekt gearbeitet und ein Stück weiter unten verrate ich euch, wie mir das Projekt gefallen hat. Handlung Die Umweltverschmutzung hat immense Ausmaße angenommen. Die Bäume sind verrottet, in den Städten ist kein Leben mehr möglich. Ihr macht euch daran, die letzten verbliebenen Wälder so zu entwickeln, dass ihr darin Baumhäuser errichten könnt. Das Überleben eurer Gruppe hängt davon ab! Ihr wählt eure Aktionen mittels der Aktionskarten. Davon gibt es 5 Kategorien. Deine Aktion wird stärker, je mehr Karten der gleichen Kategorie gerade im Spiel sind. Dabei zählen nicht nur deine Handkarten, sondern auch Karten auf den benachbarten Kartenbänkchen. Errichte Tempel, wenn deine Karten gerade wenig ermöglichen und baue Baumhäuser, um neue Wertungskarten und Boni zu erreichen.
BewertungEs ist schön, dass es in "Tribes of the Wind" nicht nur auf die eigenen Karten ankommt, sondern der Blick auch stets auf den Gegner gerichtet sein sollte. Von daher versteht es sich von selbst, dass ihr mindestens zwei Gamer am Tisch sein solltet. Es macht aber umso mehr Spaß, wenn es ein paar mehr sind. Bis zu fünf Freude können gleichzeitig zocken. Dabei wird eine Runde am Anfang vielleicht 90 Minuten dauern, das hängt auch von der Erfahrung der Teilnehmer ab und natürlich auch an der Anzahl. Aber gerade zu Beginn ist eine Proberunde von Vorteil. Danach sind wir immer in etwa auf 60 Minuten gekommen.

Angegeben ist ein Mindestalter von 12 Jahren, wobei wir auch einen jüngeren Teilnehmer hatten, der der Handlung aber ebenfalls gut folgen konnte. Und da wären wir auch schon bei der Einordnung, die ich als Familienspiel für Kenner einordnen würde. Es ist sicherlich von Vorteil, wenn "Tribes of the Wind" nicht eurer erstes Game ist.

Der Spielmechanismus, also das man u.a. die Rückseiten der Karten seiner Mitspieler beachten muss, ist ein guter Einfall. Damit kommt eine gewisse Dynamik mit rein. Ansonsten geht vieles nach einem Plan. Nach einigen Partien haben wir bemerkt, dass es zwar weiterhin Spaß gemacht hat, aber eine Varianz gefehlt hat. Sicherlich ist nicht jede Partie gleich ausgegangen, aber das Grundrezept war immer gleich. Daher ist "Tribes of the Wind" auch etwas für Familien. Obwohl der Masterplan vielleicht schon steht, ist es dennoch von Vorteil, wenn ein Grundmaß an taktischem Verständnis vorhanden ist.

Optisch hat mir das Spiel gut gefallen. Hier hat sich der Illustrator Vincent Dutrait große Mühe gegeben und die Liebe zum Detail lässt sich erkennen. Dennoch muss ich auch sagen, dass es an der einen oder anderen Stelle eine kleine Überfrachtung gibt, da war es einfach ein Tick zu viel. Das Material ist aber in Hülle und Fülle vorhanden und benötigt einen größeren Tisch. So etwas mag ich immer. Fazit
"Tribes of the Wind" ist ein gutes Familienspiel mit einem wichtigen Thema.
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