Comic - Drama

Trubel mit Ted

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Trubel mit Ted
Trubel mit TedComic - Drama | mit: Emile GleasonBewertung:★★★★★ Emile Gleason wurde im Jahre 1992 im schönen Mexiko geboren und lebt nach ihrem Kunststudium heute in Paris. „Trubel mit Ted“ schrieb sie bereits im Jahr 2018 unter dem Titel „drôle de coco“. Für ihr Werk hat sie gleich den „Prix Révélation“ gewonnen. Gleason hat mit ihrem Comic ein ernstes Thema gewählt und wurde dabei von ihrem Bruder stark inspiriert, bei dem das Aspergersyndrom diagnostiziert wurde. Die Autorin schafft es aber eine gute Portion Lockerheit mit in die Handlung zu bringen, sodass sich der Leser stets wohlfühlt. Handlung Teds Leben ist nicht das Einfachste. Sofern alles so passiert, wie angenommen, wie geplant, ist alles in Ordnung. Doch sobald es nicht so läuft, das Tagesgeschehen vom Plan abweicht, also von der gewohnten Bahn, beginnt das Chaos für Ted. Selbst die kleinsten Zwischenfälle würfeln den jungen Mann durcheinander. Der Leser belgeitet Ted bei seinen Stationen und taucht in die Welt eines Menschen, der mit dem Aspergersyndrom leben muss/darf.BewertungNicht normal zu sein, ist schwer. Doch was bedeutet das überhaupt? Was ist normal? „Trubel mit Ted“ zeigt einen netten, höfflichen Mann, der anders ist, als ich, vielleicht anders ist als Du. Aber ist das schlimm? Ein großes Nein und ein kleines Ja. Nein, weil die Unterschiedlichkeit der Menschen ein hohes Gut ist und keiner darf sich anmaßen, zu sagen, was normal ist. Auf der anderen Seite gibt es auch Probleme, die von der Autorin Emile Gleason schonungslos, gerade zum Ende hin, offengelegt werden.

Doch zunächst lernt der Leser Ted kennen. Er lebt in seiner gesteckten Welt. Damit will ich sagen, dass er sich so organisiert hat, dass er seinen Alltag meistern kann. Doch dann trifft Ted immer wieder auf Leute, die sein Leben verändern. Nicht böswillig oder gar aus arglistiger Absicht heraus, nein, sie mögen ihn und wollen etwas mit ihm unternehmen. Doch dabei wird er immer wieder aus seiner Bahn geworfen und driftet immer mehr ab. Er macht tolle Erlebnisse, er lernt Frauen kennen und hat sein „Erstes Mal“. Tolle Stationen in seinem Leben, die ihn auf der einen Seite voranbringen, auf der andern jedoch ein Stück weit nach unten ziehen. Als sich die Ereignisse überschlagen, trifft Ted auf die Schulmedizin und einen eifrigen Doktor, der eine lockere Hand beim Ausfüllen von Rezepten hat. Das Unheil nimmt seinen Lauf…

„Trubel mit Ted“ ist aber nicht nur eine Aufarbeitung zum Thema Aspergersyndrom, sondern ist auch ein sehr angenehm zu lesendes Comic, das an vielen Stellen sehr humorvoll aufritt. Die Zeichnungen, die sehr kraftvoll und bunt daherkommen, passen zu der Welt, in der sich die Gesellschaft zusammen mit Ted befindet. Beide Seiten haben das Ziel und die Aufgabe sich anzupassen. Aus Chaos entsteht Energie, eine Kraft, die einer gewissen Magie unterliegt.
Fazit „Trubel mit Ted“ ist ein Comic, das schön gezeichnet ist, das Humor beweist, uns einen tollen Menschen präsentiert und von den Auswirkungen des Aspergersyndrom berichtet.
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