Comic - Marvel

Uncanny X-Men 2

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Uncanny X-Men 2
Uncanny X-Men 2Comic - Marvel | mit: Story: Ed Brisson u.a., Zeichnungen: Yildiray Cinar u.a.Bewertung:★★★★★ Die aktuelle X-Men-Serie geht weiter. Der Untertitel „Keine Überlebenden“ lässt schlimmes vermuten. Wir der Kampf gegen „X-Man“ Nate Grey tatsächlich eskalieren? Handlung Nachdem sich zum Ende von Uncanny X-Men herausstellte, wer für das Verschwinden von Kitty Pride verantwortlich ist, geht es nun gegen diesen übermächtigen Gegner. Nate Grey, Sohn von Jean Grey und Cyclops, beabsichtigt die Erde zu erneuern und sieht sich selbst als eine Art Gott. Kitty Pride hat er neben einem Senator mit starrer Anti-Mutanten-Meinung und dem Omegamutanten Apocalypse seinem unfreiwilligen Beraterstab hinzugefügt. Mit diesen drei unterschiedlichen Standpunkten glaubt er in jeder Situation die perfekte Antwort finden zu können, um sie dann den Menschen, Mutantinnen und Mutanten aufzwingen zu können. Als sich die X-Men zur Wehr setzen, sieht er den einzigen Ausweg in der vollständigen Vernichtung. BewertungIm Gegensatz zu Band 1 von Uncanny X-Men, der eher ein Mysterium Schritt für Schritt entfaltet und so in die Geschichte eingeleitet hat, bietet Band 2 geradlinige Action. Dabei sind auf beiden Seiten so einige Charaktere beteiligt. Auf der Seite X-Mans befinden sich beispielsweise auch Magneto und andere große Gegenspieler der X-Men, die sich unter Nate Greys Kontrolle befinden. Die etablierten X-Men erhalten Unterstützung von jungen Mutantinnen und Mutanten, die sich eigentlich aus dem Konflikt raushalten sollten. Und dazu bringen sie auch noch einen eigentlichen Gegner, Legion, mit ins Spiel, dessen Fähigkeit sich Persönlichkeiten einzuverleiben, ein wichtiger Faktor im Kampf sein soll. Beim all dem Chaos bleibt die Erzählweise aber immer plausibel. Nur einmal war ich aufgrund eines sehr plötzlichen Sprungs zwischen zwei Kapiteln etwas orientierungslos. Meist schreitet die Geschichte aber schrittweise erklärt, aber spannend inszeniert voran.
Das einzige Problem bei der Geschichte sehe ich in der Menge der übermächtigen Mutanten, die sich untereinander irgendwie fast aufheben. Ganz an der Spitze steht zwar X-Man, aber darunter tummeln sich zig ehemalige fast unbesiegbare Super-Bösewichte, die hier auf einmal teils mehr teils weniger hinter ihren eigentlichen Fähigkeiten weit zurückbleiben. Das ist teils etwas unglaubwürdig, bzw. passt vom Verhältnis der Macht der Charaktere zueinander nicht ganz. Dennoch ist die scheinbar ausweglose Situation, die auch durch die Menge an aufeinandertreffenden Mutantinnen und Mutanten erzeugt wird, sehr spannend.
Trotzdem ist zwischen all dem Tumult auch noch Zeit für die kleinen, persönlichen Geschichten. Beispielsweise erhält Glob in der Hölle in X-Mans Kopf mächtige Feuerkräfte und möchte aufgrund dessen gar nicht wirklich, dass alles wieder zum alten wird. Seine Sorge üblicherweise nutzlos zu sein stellt eine emotionale, kleine Sidestory dar.
Die Arbeiten von insgesamt drei Autorinnen und Autoren, sowie drei Zeichnern an den fünf enthaltenen US-Ausgaben passen sehr gut zueinander und so gibt der Band ein gelungenes Gesamtbild ab. Fazit Auch Uncanny X-Men 2 weiß wieder zu überzeugen, wenn auch inhaltlich etwas anders als noch Band 1. Die Geschichte nimmt hier in einem großen Kampf schon ein zwischenzeitliches Finale. Das Ende des Bandes hingegen macht sehr neugierig auf Band 3, denn so wie dieser Band ausgeht, kann die Geschichte doch sicherlich nicht stehen bleiben. Oder doch?
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