Comic - Marvel

Uncanny X-Men 3

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Uncanny X-Men 3
Uncanny X-Men 3Comic - Marvel | mit: Story: Ed Brisson, Matthew Rosenberg, Zeichnungen: Carlos Gomez u.a.Bewertung:★★★★★ Mutantinnen und Mutanten leben zerstreut und im Verborgenen. Wer kann sie wieder vereinen und ist das überhaupt gewünscht? Wer dabei eine tragende Rolle spielt, verraten in jedem Fall Cover und Untertitel von Uncanny X-Men 3: „Cyclops kehrt zurück“ und Wolverine scheint auch mit dabei zu sein. Handlung Der Kampf gegen X-Man in Band 2 der Uncanny-X-Men-Reihe hat fatale Ausmaße angenommen. Die X-Men wurden besiegt und der Hass der Menschen auf die „Homo superior“ hat fortan Überhand genommen. Übriggebliebene Mutantinnen und Mutanten müssen nun im Untergrund leben und werden von der Regierung und diversen Söldnergruppen verfolgt. Doch zwei alte Bekannte, Cyclops und Wolverine, sind auf mysteriöse Weise von den Toten auferstanden, um die Scherben aufzusammeln und ein neues Team zu bilden. Strippenzieher dahinter war wieder einmal der jüngere Cable, Cyclops Sohn, der schon in X-Men Extermination mit seinen Zeitsprüngen für Unruhe gesorgt hatte. Doch wie sich nun auflöst, verfolgte er einen größeren Plan. BewertungUncanny X-Men 3 führt nicht nur die neue X-Men-Reihe Uncanny X-Men weiter, sondern flechtet auch X-Men Extermination endlich in den Gesamtkontext ein. Dessen Ende war für mich, ohne große X-Men-Vorkenntnisse, noch etwas unspektakulär. Aber nun ist klar: Cable hat mit Hilfe eines ausgeklügelten Plans dafür gesorgt, dass Cyclops ins Leben zurückkehrt. Dieser Plan wird – wie auch die Rückkehr von Wolverine – zu Beginn des Bandes erklärt und dadurch lassen sich Wissenslücken wunderbar auffüllen. Ich schätze die Rückblenden und Erklärungen so ein, dass sie Neulingen eine große Hilfe sind, aber auch diejenigen, die die Vorgeschichte zu Cyclops und Dark Phoenix und seiner Wandlung zum hasserfüllten Aggressor-Mutanten kennen, nicht langweilen dürften.
Generell macht Uncanny X-Men 3 im Vergleich zum Vorgänger-Band erneut eine story- und erzähltechnische 180-Grad-Wende, was aber im Kontext des Geschehenen sehr schlüssig ist. Nach dem großen Kampf mit Legion gegen X-Man geht es nun wieder eher um viele kleine Kämpfe, um Unordnung in einer chaotischen Welt nach den X-Men, um politische Themen und das Agieren aus der Verdeckten heraus. Die Frage, wann sich einzelne Mutantinnen und Mutanten oder gar das neu versammelte Team der Welt erneut offenbaren können oder sollten, sorgt für eine ganz eigene Spannung, aber auch für einige etwas langwierige Dialoge. Doch zum Ende des Bandes kommt dann auch die Action nicht zu kurz und es offenbart sich, wie chaotisch die Welt nach den X-Men eigentlich geworden ist. Einige Mutantinnen und Mutanten kämpfen offen gegen die Unterdrückung durch die Menschheit, stehen damit aber entgegen der alten Prinzipien der X-Men. Aber gibt es diese Prinzipien jetzt überhaupt noch? Auch das muss in der neuen Gruppe aufgearbeitet werden. Und es muss geklärt werden, wer die Gruppe letztlich anführen soll. Einige dieser Fragen beantwortet sich die Gruppe. Dass aber das Chaos noch lange nicht behoben ist, zeigt der Ende des Bandes erneut mit einem Cliffhanger, der mir Lust auf den nächsten Band macht. Während eines erfolgreichen Kampfes an einem Ort, erreicht die Gruppe quasi telepathisch der mögliche Tod eines anderen Gruppenmitglieds.
Stilistisch ergibt sich durch die Verbindung der einzelnen Kapitel durch schwarze Seiten mit kurzen Zitaten ein stimmiger Gesamtband. Für die Zeichenstile der unterschiedlichen Beteiligten gilt das nur bedingt, da sie sich schon sehr stark voneinander unterscheiden. Auch haben mir von diesen nicht alle gleich gut gefallen. Der zweite Teil des zweiten enthaltenen Heftes ist mir etwas zu skizzenhaft und auch der unvermittelte Wechsel der Stile innerhalb des Kapitels hat mich etwas aus dem Takt gebracht, da ich den Storyabschnitt nicht sofort entsprechend als Orts-, Zeit-, bzw. Szenenwechsel einzuordnen wusste.
Fazit Auch Uncanny X-Men 3 ist wieder absolut lesenswert, wenn auch nicht perfekt. Die Geschichte wird schlüssig weitergeführt, nimmt aber dadurch auch gänzlich andere Züge an, als noch der Vorgängerband. Gerade die politischen Hintergründe einer Welt, in der Menschen und Mutantinnen und Mutanten gemeinsam leben, machen aber die X-Men-Comics meiner Meinung nach auch aus. Das lässt hier und da etwas mehr Dialog als reine Action durchaus verschmerzen. Es geht also gut weiter und Band 4 wird bereits heiß erseht.
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