Comic - Marvel
Uncanny X-Men 4
Uncanny X-Men 4Comic - Marvel | mit: Autor: Matthew Rosenberg, Zeichner: Carlos Gómez u.a.Bewertung:★★★★★ Eine aktuelle, wegweisende Geschichte und X-Men-Reihe geht mit „Uncanny X-Men 4“ zu Ende. In Uncanny X-Men 3 kehrten Wolverine und Cyclops von den Toten zurück und kämpfen nun erneut um das Wohl der Mutantinnen und Mutanten. Ob sie in diesen düsteren Zeiten noch etwas bewirken können? Handlung Für Mutantinnen und Mutanten herrschen noch immer schlechte Zeiten. Die Menschheit hat angestachelt von Propaganda und negativer Presse genug von ihnen und angeführt von Major Callahan jagt die Regierungsorganisation One sie erbarmungslos. Gleichzeitig soll ein Impfstoff dafür sorgen, dass bei nachfolgenden Generationen das X-Gen nicht zur Mutation führt. Die letzte Stunde des Homo Superior scheint geschlagen zu haben. Doch von den Toten auferstanden bilden Cyclops und Wolverine mit anderen Hinterbliebenen nach dem Verschwinden der X-Men ein neues Team. Doch die Situation ist unübersichtlich, der Kampf wütet an mehreren Fronten und auch Mutantinnen und Mutanten werden gegeneinander ausgespielt. Und während sich auch das Team um Cyclops und Wolverine mit internen Unstimmigkeiten auseinandersetzt, taucht eine weitere Spielerin auf dem Spielfeld auf, deren Zugehörigkeit unklar ist. BewertungMit dem letzten Band der Uncanny-X-Men-Reihe wird es jetzt so richtig chaotisch. Die X-Men sind mit ihren zahlreichen Charakteren mit unterschiedlichsten Kräften ohnehin schwer zu überblicken und schon für die Bände 1-3 ist ein gewisses Vorwissen um die Mutantinnen und Mutanten absolut empfehlenswert. Und trotz des Wissens um die ersten drei Teile, legt dieser noch mal eine Schüppe an Unübersichtlichkeit drauf. Nach wie vor tauchen aus heiterem Himmel Charaktere auf, die nicht ausreichend erklärt werden und Vorwissen voraussetzen. Der Geschichte des Comics im Ganzen kann man durchaus folgen, aber ich wurde beim Lesen das Gefühl nicht los, kleine Nuancen und Details zu verpassen, da ich mich nicht zu 100 % mit den X-Men-Geschichten und -Charakteren auskenne.
Die Geschichte der kurz vor der Auslöschung stehenden Mutantinnen und Mutanten wird nahtlos weitergeführt und ist vielschichtig und komplex wie in den ersten Bänden der Reihe. Auf verschiedenen Seiten stehen Mutantinnen und Mutanten mit unterschiedlicher Meinung zum Geschehen, was für Konflikte auch innerhalb der Teams sorgt. Die Situation ist scheinbar aussichtlos und dieses Gefühl und das entstandene Chaos werden durch Dialoge und Erzählstimmen gut transportiert. Beispielsweise der Impfstoff, der verhindern soll, dass bei jungen Mutantinnen und Mutanten das X-Gen tatsächlich ausschlägt, und der Umgang damit, wird nicht von allen gleich betrachtet. Sollte man den Menschen die Freiheit lassen dies zu entscheiden? Doch werden sie nicht ohnehin von den Medien so stark beeinflusst, dass die Entscheidung gar nicht mehr ihre eigene ist? Und wenn man etwas gegen den Impfstoff unternehmen wollte, wie würde das am Besten aussehen? Ein Antivirus, der gegen den Impfstoff immun macht? Oder gar radikalere Methoden, die die Menschen in Angst versetzen, den Impfstoff einzusetzen? Und was, wenn chemische und medizinische Mittel gegen den Impfstoff auch Nebenwirkungen haben? Man merkt, Autor Matthew Rosenberg hat eine wirklich verfahrene Situation erdacht, die zur Fantasy-Welt des Marvel-Universums passende soziale und politische Fragen nicht unbesprochen lässt.
Doch neben all dem kommt auch die Action nicht zu kurz. Kämpfe verschiedener Parteien gegeneinander sind von insgesamt fünf Zeichnern erneut dynamisch und spektakulär inszeniert. Auch die abwechslungsreiche Panel-Gestaltung trägt an vielen Stellen zu diesem Eindruck bei, schießt aber auch hier und da über das Ziel hinaus. Teils ragen einzelne Elemente einer Szene über ein Panel hinaus und sorgen in einer ganz anderen Ecke einer Seite für seltsame Überlagerungen, die an der Stelle dann eher verwirren. Einige Male musste ich eine Seite noch einmal von oben bis unten ansehen, um den Überblick zu gewinnen. Auch ist die Wahl der Elemente, die ein Panel durchbrechen, an einer Stelle sehr unpassend, an der die Brust einer weiblichen Figur über den unteren Panelrand "hängt". Warum?
Zum Ende des Comics, der auch das Ende der Uncanny-Reihe markiert, geht es Schlag auf Schlag, und meiner Meinung nach auch etwas zu schnell. Gerade die Auflösung einiger Probleme und ein damit verbundener Plot-Twist, werden nahezu unkommentiert stehen gelassen. Hier hätte man sich insgesamt etwas mehr Platz nehmen können, Dinge zu erklären. Ebenso hätte ich mir in der gesamten Reihe ein paar Erklärungen zu einzelnen Charakteren gewünscht, um die Reihe insgesamt etwas einstiegsfreundlicher zu machen. Insgesamt ist die Reihe aber dennoch, wie auch der vierte Band, eine absolut empfehlenswerte X-Men-Geschichte.
Am Ende steht dann auch die wegweisende, für das X-Men-Universum wichtige Frage, wie die Mutantinnen und Mutanten mit ihrem Dasein auf der Erde umgehen sollen. Im Verborgenen, unerkannt von den Menschen, oder offen und im Kampf, als Heldinnen und Helden, aber eventuell auch weiter unbeliebt bei Einigen?
Fazit Band 4 der Uncanny-X-Men-Reihe ist wieder spannend, verworren, komplex, vielschichtig und actionreich inszeniert und somit ein empfehlenswerter Band, der hier und da aber ein wenig mit der Unübersichtlichkeit zu weit geht. Nicht perfekt, aber richtig gut.
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Die Geschichte der kurz vor der Auslöschung stehenden Mutantinnen und Mutanten wird nahtlos weitergeführt und ist vielschichtig und komplex wie in den ersten Bänden der Reihe. Auf verschiedenen Seiten stehen Mutantinnen und Mutanten mit unterschiedlicher Meinung zum Geschehen, was für Konflikte auch innerhalb der Teams sorgt. Die Situation ist scheinbar aussichtlos und dieses Gefühl und das entstandene Chaos werden durch Dialoge und Erzählstimmen gut transportiert. Beispielsweise der Impfstoff, der verhindern soll, dass bei jungen Mutantinnen und Mutanten das X-Gen tatsächlich ausschlägt, und der Umgang damit, wird nicht von allen gleich betrachtet. Sollte man den Menschen die Freiheit lassen dies zu entscheiden? Doch werden sie nicht ohnehin von den Medien so stark beeinflusst, dass die Entscheidung gar nicht mehr ihre eigene ist? Und wenn man etwas gegen den Impfstoff unternehmen wollte, wie würde das am Besten aussehen? Ein Antivirus, der gegen den Impfstoff immun macht? Oder gar radikalere Methoden, die die Menschen in Angst versetzen, den Impfstoff einzusetzen? Und was, wenn chemische und medizinische Mittel gegen den Impfstoff auch Nebenwirkungen haben? Man merkt, Autor Matthew Rosenberg hat eine wirklich verfahrene Situation erdacht, die zur Fantasy-Welt des Marvel-Universums passende soziale und politische Fragen nicht unbesprochen lässt.
Doch neben all dem kommt auch die Action nicht zu kurz. Kämpfe verschiedener Parteien gegeneinander sind von insgesamt fünf Zeichnern erneut dynamisch und spektakulär inszeniert. Auch die abwechslungsreiche Panel-Gestaltung trägt an vielen Stellen zu diesem Eindruck bei, schießt aber auch hier und da über das Ziel hinaus. Teils ragen einzelne Elemente einer Szene über ein Panel hinaus und sorgen in einer ganz anderen Ecke einer Seite für seltsame Überlagerungen, die an der Stelle dann eher verwirren. Einige Male musste ich eine Seite noch einmal von oben bis unten ansehen, um den Überblick zu gewinnen. Auch ist die Wahl der Elemente, die ein Panel durchbrechen, an einer Stelle sehr unpassend, an der die Brust einer weiblichen Figur über den unteren Panelrand "hängt". Warum?
Zum Ende des Comics, der auch das Ende der Uncanny-Reihe markiert, geht es Schlag auf Schlag, und meiner Meinung nach auch etwas zu schnell. Gerade die Auflösung einiger Probleme und ein damit verbundener Plot-Twist, werden nahezu unkommentiert stehen gelassen. Hier hätte man sich insgesamt etwas mehr Platz nehmen können, Dinge zu erklären. Ebenso hätte ich mir in der gesamten Reihe ein paar Erklärungen zu einzelnen Charakteren gewünscht, um die Reihe insgesamt etwas einstiegsfreundlicher zu machen. Insgesamt ist die Reihe aber dennoch, wie auch der vierte Band, eine absolut empfehlenswerte X-Men-Geschichte.
Am Ende steht dann auch die wegweisende, für das X-Men-Universum wichtige Frage, wie die Mutantinnen und Mutanten mit ihrem Dasein auf der Erde umgehen sollen. Im Verborgenen, unerkannt von den Menschen, oder offen und im Kampf, als Heldinnen und Helden, aber eventuell auch weiter unbeliebt bei Einigen?
Fazit Band 4 der Uncanny-X-Men-Reihe ist wieder spannend, verworren, komplex, vielschichtig und actionreich inszeniert und somit ein empfehlenswerter Band, der hier und da aber ein wenig mit der Unübersichtlichkeit zu weit geht. Nicht perfekt, aber richtig gut.