Comic - Drama
Unfollow
UnfollowComic - Drama | mit: Lukas Jüliger Bewertung:★★★★★ Lukas Jüliger vermischt einige politische Tagesthemen unserer Zeit in einem schönen Comic. Herausgegeben wird das Werk vom Verlag "Reprodukt". Das Besondere daran ist der Klappenbroschur, der einfach schön in der Hand liegt. Etwas aufpassen müsst ihr, dass ihr ihn nicht kaputt macht, so wie es mir passiert ist. Ich habe nämlich meine Ausgabe leicht entwertet..
Handlung Earthboi ist auf den Sozialen Medien sehr angesagt. Er hat eine große Fangemeinde und weiß, wie er seine Anhänger bei der Stange hält. Obwohl er ein Naturbursche ist, sich für die Erde und das Klima stark macht, benutzt er moderne Kommunikationsmittel, um seine Botschaft zu verkünden. Er findet immer mehr Anhänger und er kommt seinem Ziel immer näher. Er will die Erde vor dem Kollaps bewahren, er will der Natur zu ihrem Gleichgewicht verhelfen und zeigt den Menschen einen alternativen Lebensplan auf. BewertungHeilt der Zweck die Mittel? Eine alte Diskussion, die sich der Leser bei "Unfollow" ruhig stellen kann. Er wird dazu nicht aufgefordert oder es wird gar drauf hingewiesen, aber meine ersten Gedanken umkreisten eben die Frage, wie man mit einem Handy Propaganda für die Erhaltung der Erde machen kann. Der Strom kommt aus dem Kohlkraftwerk (vermutlich), die Akkus werden nicht gerade mit einem umweltfreundlichen Material hergestellt und die vielen Funkmasten sehen auch nicht gerade schön aus. Gleichermaßen wird ein Laptop benutzt, sowie eine Kamera. Okay, die Botschaft ist klar und daher ist der betriebene Aufwand auch in seiner Art wohl gerechtfertigt. Aber allemal eine Überlegung wert.
Darüber hinaus ist das Ziel, einen sauberen Planeten wiederherzustellen, sehr schön. Die alternative Lebensform findet seine Anhänger, aber die meisten Menschen wollen nicht. Sie müssen erst dazu angetrieben werden. Eine App kommt ins Spiel. Die Technik beeinflusst wieder die Menschen. An dieser Stelle weise ich gerne auf den Wahlkampf von Donald Trump hin, der dank moderner künstlicher Intelligenz seine Wähler mobilisiert hat. Die Hauptfigur nutzt diesen Umstand, also die Beeinflussung der Menschen durch einen geschriebenen Quellcode gnadenlos aus und findet so immer mehr Zulauf.
Wie es immer ist, verändert die Liebe einen Menschen. "Unfollow" findet auch hier einen passenden Bezug. Earthboi findet seine Herzensdame und steht in den Augen seiner Fans auf einem Abweg. Hier kommen auf einmal religiöse Aspekte hinzu. Die Vergötterung nimmt groteske Züge an, so ähnlich, wie die Verehrung von Persönlichkeiten wie zum Beispiel Jesus Christus.
Der Lesefluss ist schnell. Die Geschichte wird erzählt und von den Panels dargestellt. So konnte ich die 168 Seiten schnell durchlesen, jedoch werde ich mir "Unfollow" noch ein zweites oder dritte Mal zu Gemüte führen, weil die Handlung an sich sehr viel beinhaltet. Im Nachgang mache ich mir immer mehr Gedanken und gerade beim Tippen dieser Zeilen fällt mir schon das Nächste auf...
Fazit "Unfollow" ist auf den ersten Blick leichte Unterhaltung, serviert uns auf den zweiten jedoch einen unglaublich komplexen Inhalt, der viele Probleme der heutigen Zeit zusammenführt.
ZURÜCK INS ARCHIV
Handlung Earthboi ist auf den Sozialen Medien sehr angesagt. Er hat eine große Fangemeinde und weiß, wie er seine Anhänger bei der Stange hält. Obwohl er ein Naturbursche ist, sich für die Erde und das Klima stark macht, benutzt er moderne Kommunikationsmittel, um seine Botschaft zu verkünden. Er findet immer mehr Anhänger und er kommt seinem Ziel immer näher. Er will die Erde vor dem Kollaps bewahren, er will der Natur zu ihrem Gleichgewicht verhelfen und zeigt den Menschen einen alternativen Lebensplan auf. BewertungHeilt der Zweck die Mittel? Eine alte Diskussion, die sich der Leser bei "Unfollow" ruhig stellen kann. Er wird dazu nicht aufgefordert oder es wird gar drauf hingewiesen, aber meine ersten Gedanken umkreisten eben die Frage, wie man mit einem Handy Propaganda für die Erhaltung der Erde machen kann. Der Strom kommt aus dem Kohlkraftwerk (vermutlich), die Akkus werden nicht gerade mit einem umweltfreundlichen Material hergestellt und die vielen Funkmasten sehen auch nicht gerade schön aus. Gleichermaßen wird ein Laptop benutzt, sowie eine Kamera. Okay, die Botschaft ist klar und daher ist der betriebene Aufwand auch in seiner Art wohl gerechtfertigt. Aber allemal eine Überlegung wert.
Darüber hinaus ist das Ziel, einen sauberen Planeten wiederherzustellen, sehr schön. Die alternative Lebensform findet seine Anhänger, aber die meisten Menschen wollen nicht. Sie müssen erst dazu angetrieben werden. Eine App kommt ins Spiel. Die Technik beeinflusst wieder die Menschen. An dieser Stelle weise ich gerne auf den Wahlkampf von Donald Trump hin, der dank moderner künstlicher Intelligenz seine Wähler mobilisiert hat. Die Hauptfigur nutzt diesen Umstand, also die Beeinflussung der Menschen durch einen geschriebenen Quellcode gnadenlos aus und findet so immer mehr Zulauf.
Wie es immer ist, verändert die Liebe einen Menschen. "Unfollow" findet auch hier einen passenden Bezug. Earthboi findet seine Herzensdame und steht in den Augen seiner Fans auf einem Abweg. Hier kommen auf einmal religiöse Aspekte hinzu. Die Vergötterung nimmt groteske Züge an, so ähnlich, wie die Verehrung von Persönlichkeiten wie zum Beispiel Jesus Christus.
Der Lesefluss ist schnell. Die Geschichte wird erzählt und von den Panels dargestellt. So konnte ich die 168 Seiten schnell durchlesen, jedoch werde ich mir "Unfollow" noch ein zweites oder dritte Mal zu Gemüte führen, weil die Handlung an sich sehr viel beinhaltet. Im Nachgang mache ich mir immer mehr Gedanken und gerade beim Tippen dieser Zeilen fällt mir schon das Nächste auf...
Fazit "Unfollow" ist auf den ersten Blick leichte Unterhaltung, serviert uns auf den zweiten jedoch einen unglaublich komplexen Inhalt, der viele Probleme der heutigen Zeit zusammenführt.