Game - Action
Vampyr (Nintendo Switch)
Vampyr (Nintendo Switch)Game - Action | mit: Focus Home InteractiveBewertung:★★★★★ Mit der Portierung von Spielen wie „Skyrim“, „Doom Eternal“ oder „Witcher 3“ zeigt sich, dass ziemlich aufwendige Games auf der Nintendo Switch laufen – auch wenn man Abstriche bei der Grafik machen muss. Der Spielspaß bleibt aber erhalten. Wie das bei der neuesten Portierung aussieht, nämlich bei „Vampyr“, lest ihr hier. Handlung London, 1918. Aus einem Massengrab entsteigt Dr. Jonathan Reed und lechzt nach Blut. Er wurde zum Vampir gemacht. Wer ihm das angetan hat und warum weiß er nicht. Nur eine Stimme in seinem Kopf gibt ihm ein paar sehr verwirrende Hinweise darauf. Dass Reed nun nach Menschenblut giert belastet ihn gleich doppelt. Denn eigentlich ist der gute Mann Arzt, spezialisiert auf Bluttransfusionen. Das macht ihn zwar zum besten Mann, um die Ursachen der unheimlichen Seuche herauszufinden, die die Bewohner Londons plagt, aber seine Blutsauger-Seite erschwert seine Arbeit. Als Vampir ist Dr. Reed dazu verdammt, sich an denen zu laben, die er zu retten geschworen hat. Trailer BewertungLondon bei Nacht, eine mysteriöse, unheimliche Stimmung und Vampire?! COUNT ME IN! Das dachte ich mir damals, als „Vampyr“ für Playstation, Xbox und PC herausgebracht wurde. Dann hat sich meine Begeisterung im Sande verlaufen, weil mein PC nicht leistungsstark genug war. Deswegen wollte ich mir das Spiel für die Nintendo Switch nicht entgehen lassen. Leider konnte das Spiel aber meinem Hype nicht gerecht werden – was aber nichts mit dem Spiel an sich zu tun hat.
„Vampyr“ ist ein Action-Rollenspiel, wobei sich die Rollenspielelemente in Grenzen halten. Man kann seine Waffen upgraden und sich früh entscheiden, wie man das Spiel spielen möchte. Denn man kann nicht nur zwischen verschiedenen Attacken wählen, indem man sich auf Nah- oder Distanzkampf spezialisiert. Die ganze Stadt beugt sich in gewissem Sinne deinem Willen. Denn Dr. Reed ist mehr oder weniger für die Stabilität der einzelnen Stadtbezirke verantwortlich. Indem man seine Mitmenschen heilt – im Gespräch mit ihnen erfährt man, welche Krankheit sie haben und kann sie mit der entsprechenden Medizin versorgen – sorgt man dafür, dass die Bezirke nicht in Chaos verfallen und somit etwa Waren preiswert bleiben. Aber gleichzeitig bringt das Aussaugen der Stadtbewohner wertvolle EP, die man zum Aufleveln seiner Fähigkeiten braucht.
Seine Fähigkeiten immer so gut wie möglich zu halten ist sehr wichtig, denn man kann zwar theoretisch überall durch London wandern, aber an jeder Ecke lauert die Gefahr. Seien es patrouillierende Vampirjäger, die dich sofort angreifen, oder sogenannte Skals, eine blutrünstige und aggressive Vampir-Unterart, die dich auch sofort angreift – es gibt kaum eine Ecke, Gasse oder Brücke, in der nicht ein Kampf ausbricht. Demensprechend kommt man um diesen nicht herum und es erleichtert das Kämpfen ungemein, wenn man sich zusätzliche Spezialattacken holt und diese immer auflevelt. Vor allem die Ausdauer auszubauen ist hier wichtig, da man sonst nur begrenzt angreifen und ausweichen kann. Die Spezialattacken verbrauchen keine Ausdauer, sie erfordern immer eine gewisse Menge an „Blut“. Das kann man sich entweder durch das Aussaugen von Ratten holen, die in London überall zu finden sind, oder – und das ist meine Lieblingsmethode – indem man im Kampf seine Gegner beißt.
Ich hatte bei „Vampyr“ eine sehr lange Eingewöhnungsphase, in der ich weder das Spielprinzip noch das Kampfsystem richtig durchschaut hatte. Es kann sein, dass ich durch die Erklärungen zu schnell durchgeklickt habe, aber ich habe sehr lange gebraucht, bis ich verstanden habe, wie man spielt. Vor allem mit dem Menü hatte ich große Schwierigkeiten. Es gibt so viele Untermenüs, die nicht nur die Fähigkeiten oder das Inventar aufzeigen, sondern auch die einzelnen Stadtteile und die Bewohner anzeigen. Dann gibt es wiederrum ein Untermenü, in dem die Nebenmissionen der jeweiligen Leute stehen (man kann sie nicht nur heilen oder mit ihnen reden – die Bewohner Londons warten auch immer wieder mit kleinen Nebenmissionen, die entweder mit Geld oder wertvollen Items belohnt werden). Das Schwierigste war für mich aber, meine Waffen auszutauschen, da ich das dementsprechende Untermenü immer wieder vergessen bzw. nicht darauf geachtet habe. Wie oben schon gesagt liegt das an mir, das hat aber alles dazu geführt, dass ich echt lange ohne Sinn und Verstand gespielt habe, sodass ich am Anfang echt wenig Spaß hatte.
Meine anfänglichen Probleme mit dem Spiel wurden dann noch dadurch angeheizt, dass das Spiel echt nicht so dolle aussieht. Ich hätte damit eigentlich kein Problem, aber weil es in London anscheinend immer regnet, schimmern alle Flächen. Das ist nicht nur doof, weil ich etwas geblendet wurde, sondern weil ich immer überall hingelaufen bin. Denn das Schimmern bedeutet auch: Loot. Es ist echt frustrierend, wenn man alle Kisten ansteuert in der Hoffnung, gute Items zu kriegen (die man auch teilweise für Missionen braucht), und dann ist da nichts. Noch irritierender war es aber, als ich rein zufällig eine Kiste gefunden habe, die das Ziel meiner Mission war.
Neben den schimmernden Oberflächen hat mich das ständige Ruckeln und Zuckeln des Bilds etwas genervt. Es ist klar, dass eine Nintendo Switch grafisch und in Bezug auf die Rechenpower nicht mit einer PS4 mithalten kann, aber hätte man es nicht wenigstens hinbekommen können, dass ich beim Schlendern durch London nicht ständig irgendwo hängen bleibe und die Bildrate entweder weiter unter 30 Bilder pro Sekunde zu sinken scheint oder das Spiel in den Lademodus übergeht? Einmal ist sogar das komplette Spiel abgestürzt, was doppelt ärgerlich ist, da das Spiel immer automatisch speichert. Aber hatte sich das Spiel gespeichert? Und wenn ja, wann? Fazit Nach einer etwas längeren Phase, in der ich in das Spiel erstmal reinkommen musste, hatte ich doch etwas Spaß an „Vampyr“. Ich finde die Idee und die Atmosphäre echt gut und auch das Gameplay hat mir, nachdem ich es durchschaut habe, gefallen. Leider ist die Portierung für die Nintendo Switch meiner Meinung nach nicht allzu gut. Das liegt nicht an der reduzierten Grafik, sondern vielmehr an den langen Ladezeiten, die teilweise mitten im Spiel passieren, und an dem sehr ruckeligen Bild. Für den PC oder für andere Konsolen würde ich mir „Vampyr“ aber vielleicht doch wieder holen.
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„Vampyr“ ist ein Action-Rollenspiel, wobei sich die Rollenspielelemente in Grenzen halten. Man kann seine Waffen upgraden und sich früh entscheiden, wie man das Spiel spielen möchte. Denn man kann nicht nur zwischen verschiedenen Attacken wählen, indem man sich auf Nah- oder Distanzkampf spezialisiert. Die ganze Stadt beugt sich in gewissem Sinne deinem Willen. Denn Dr. Reed ist mehr oder weniger für die Stabilität der einzelnen Stadtbezirke verantwortlich. Indem man seine Mitmenschen heilt – im Gespräch mit ihnen erfährt man, welche Krankheit sie haben und kann sie mit der entsprechenden Medizin versorgen – sorgt man dafür, dass die Bezirke nicht in Chaos verfallen und somit etwa Waren preiswert bleiben. Aber gleichzeitig bringt das Aussaugen der Stadtbewohner wertvolle EP, die man zum Aufleveln seiner Fähigkeiten braucht.
Seine Fähigkeiten immer so gut wie möglich zu halten ist sehr wichtig, denn man kann zwar theoretisch überall durch London wandern, aber an jeder Ecke lauert die Gefahr. Seien es patrouillierende Vampirjäger, die dich sofort angreifen, oder sogenannte Skals, eine blutrünstige und aggressive Vampir-Unterart, die dich auch sofort angreift – es gibt kaum eine Ecke, Gasse oder Brücke, in der nicht ein Kampf ausbricht. Demensprechend kommt man um diesen nicht herum und es erleichtert das Kämpfen ungemein, wenn man sich zusätzliche Spezialattacken holt und diese immer auflevelt. Vor allem die Ausdauer auszubauen ist hier wichtig, da man sonst nur begrenzt angreifen und ausweichen kann. Die Spezialattacken verbrauchen keine Ausdauer, sie erfordern immer eine gewisse Menge an „Blut“. Das kann man sich entweder durch das Aussaugen von Ratten holen, die in London überall zu finden sind, oder – und das ist meine Lieblingsmethode – indem man im Kampf seine Gegner beißt.
Ich hatte bei „Vampyr“ eine sehr lange Eingewöhnungsphase, in der ich weder das Spielprinzip noch das Kampfsystem richtig durchschaut hatte. Es kann sein, dass ich durch die Erklärungen zu schnell durchgeklickt habe, aber ich habe sehr lange gebraucht, bis ich verstanden habe, wie man spielt. Vor allem mit dem Menü hatte ich große Schwierigkeiten. Es gibt so viele Untermenüs, die nicht nur die Fähigkeiten oder das Inventar aufzeigen, sondern auch die einzelnen Stadtteile und die Bewohner anzeigen. Dann gibt es wiederrum ein Untermenü, in dem die Nebenmissionen der jeweiligen Leute stehen (man kann sie nicht nur heilen oder mit ihnen reden – die Bewohner Londons warten auch immer wieder mit kleinen Nebenmissionen, die entweder mit Geld oder wertvollen Items belohnt werden). Das Schwierigste war für mich aber, meine Waffen auszutauschen, da ich das dementsprechende Untermenü immer wieder vergessen bzw. nicht darauf geachtet habe. Wie oben schon gesagt liegt das an mir, das hat aber alles dazu geführt, dass ich echt lange ohne Sinn und Verstand gespielt habe, sodass ich am Anfang echt wenig Spaß hatte.
Meine anfänglichen Probleme mit dem Spiel wurden dann noch dadurch angeheizt, dass das Spiel echt nicht so dolle aussieht. Ich hätte damit eigentlich kein Problem, aber weil es in London anscheinend immer regnet, schimmern alle Flächen. Das ist nicht nur doof, weil ich etwas geblendet wurde, sondern weil ich immer überall hingelaufen bin. Denn das Schimmern bedeutet auch: Loot. Es ist echt frustrierend, wenn man alle Kisten ansteuert in der Hoffnung, gute Items zu kriegen (die man auch teilweise für Missionen braucht), und dann ist da nichts. Noch irritierender war es aber, als ich rein zufällig eine Kiste gefunden habe, die das Ziel meiner Mission war.
Neben den schimmernden Oberflächen hat mich das ständige Ruckeln und Zuckeln des Bilds etwas genervt. Es ist klar, dass eine Nintendo Switch grafisch und in Bezug auf die Rechenpower nicht mit einer PS4 mithalten kann, aber hätte man es nicht wenigstens hinbekommen können, dass ich beim Schlendern durch London nicht ständig irgendwo hängen bleibe und die Bildrate entweder weiter unter 30 Bilder pro Sekunde zu sinken scheint oder das Spiel in den Lademodus übergeht? Einmal ist sogar das komplette Spiel abgestürzt, was doppelt ärgerlich ist, da das Spiel immer automatisch speichert. Aber hatte sich das Spiel gespeichert? Und wenn ja, wann? Fazit Nach einer etwas längeren Phase, in der ich in das Spiel erstmal reinkommen musste, hatte ich doch etwas Spaß an „Vampyr“. Ich finde die Idee und die Atmosphäre echt gut und auch das Gameplay hat mir, nachdem ich es durchschaut habe, gefallen. Leider ist die Portierung für die Nintendo Switch meiner Meinung nach nicht allzu gut. Das liegt nicht an der reduzierten Grafik, sondern vielmehr an den langen Ladezeiten, die teilweise mitten im Spiel passieren, und an dem sehr ruckeligen Bild. Für den PC oder für andere Konsolen würde ich mir „Vampyr“ aber vielleicht doch wieder holen.