Comic - Drama
Vatermilch: Unter der Oberfläche
Vatermilch: Unter der Oberfläche Comic - Drama | mit: Uli OesterleBewertung:★★★★★ Vor drei Jahren habe ich den ersten Band gelesen. Ich war im Übrigen von ihm fasziniert und konnte es demnach nicht erwarten, dass ich den zweiten Band in den Händen halten konnte. Aber, wie bereits gesagt, ich musste saftige drei Jahre warten. Und der erste Teil hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich mich immer und immer wieder dabei ertappt habe, dass ich in meine Sammlung auf das Hardcover einen Blick geworfen habe und mich im Anschluss gefragt habe, ob ich jemals noch den zweiten Teil lesen kann. Aber bevor es auf die zweite Comicbahn geht, musste noch die erste erneut gelesen werden, da ich sonst nicht mehr alle Details im Gedächtnis gehabt hätte. Wie mir nun die vorliegende Ausgabe gefallen hat, erfahrt ihr ein Stück weiter unten. Handlung München 1977: Rufus Himmelstoss gibt es nicht mehr. Nicht für seine Familie. Nicht für die Polizei. Nicht für ihn selbst. Seit zwei Jahren lebt der einstmals bravouröse Aufschneider auf der Straße, wo er sich nicht minder virtuos in Alkohol und Sarkasmus flüchtet. „Jammerlappen“, so nennt sein obdachloser Bekannter Börni das: „Einen Teller runterzuwerfen ist eine Sache. Aber die Scherben liegenzulassen etwas ganz anderes. Das ist schlechter Stil.“
Jenen helfen, die seinetwegen in der Scheiße sitzen? Keine leichte Aufgabe für einen Narzissten und sei er noch so tief gefallen. Aber Rufus spürt, dass Eile geboten ist, wenn er seinem Sohn aus der Ferne endlich ein besserer Vater sein will – denn immer häufiger und immer heftiger wird er von beängstigenden Blackouts heimgesucht. Höchste Zeit für einen guten Schachzug…BewertungAutor Uli Oesterle hat mich wieder erwischt. Es war Comic-Liebe auf den ersten Blick. Es war einfach unglaublich, als ich "Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss" gelesen hatte. Ich würde heute rückblickend sagen, dass es wohl eines der besten deutschsprachigen Comics aller Zeiten ist. Nun aber die Erweiterung, der Nachschlag. Und ich muss sagen, er hat mir wieder sehr gefallen. Besonders das Gespräch unter zwei Oddachlosen unter einer Brücke. Es lässt mich bis heute nicht los. Wie schnell man auf der einen Seite auf die schiefe Bahn geraten kann und auf der anderen, die tiefgründige Auseinandersetzung.
Aber auch der Satz, der bereits in der Handlungsbeschreibung steht „Einen Teller runterzuwerfen ist eine Sache. Aber die Scherben liegenzulassen etwas ganz anderes. Das ist schlechter Stil.“ ist einfach genial. Bei solch gutem Stoff warte ich gerne länger. Vielleicht keine drei Jahre, aber das Warten hat sich eindeutig gelohnt.
Die Figuren der Handlung sind alle stimmig ausgearbeitet. Die Konflikte sind real, obwohl sich in der Gedankenwelt des Hauptdarstellers einiges bewegt. Der gekonnte Stilwechsel trägt sehr dazu bei, dass der Leser sich hier seine Gedanken machen kann, dass er auch mal reflektieren kann.
Optisch hat Oesterle auch den richtigen Strich getroffen. Es ist einfach eine runde Sache und wenn man dann noch ein wundervolles Hardcover in den Händen hält, was will man als Comic-Leser mehr!? Fazit Das Warten hat sich gelohnt! Die fantastische Geschichte "Vatermilch" geht in eine tolle zweite Runde!
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Jenen helfen, die seinetwegen in der Scheiße sitzen? Keine leichte Aufgabe für einen Narzissten und sei er noch so tief gefallen. Aber Rufus spürt, dass Eile geboten ist, wenn er seinem Sohn aus der Ferne endlich ein besserer Vater sein will – denn immer häufiger und immer heftiger wird er von beängstigenden Blackouts heimgesucht. Höchste Zeit für einen guten Schachzug…BewertungAutor Uli Oesterle hat mich wieder erwischt. Es war Comic-Liebe auf den ersten Blick. Es war einfach unglaublich, als ich "Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss" gelesen hatte. Ich würde heute rückblickend sagen, dass es wohl eines der besten deutschsprachigen Comics aller Zeiten ist. Nun aber die Erweiterung, der Nachschlag. Und ich muss sagen, er hat mir wieder sehr gefallen. Besonders das Gespräch unter zwei Oddachlosen unter einer Brücke. Es lässt mich bis heute nicht los. Wie schnell man auf der einen Seite auf die schiefe Bahn geraten kann und auf der anderen, die tiefgründige Auseinandersetzung.
Aber auch der Satz, der bereits in der Handlungsbeschreibung steht „Einen Teller runterzuwerfen ist eine Sache. Aber die Scherben liegenzulassen etwas ganz anderes. Das ist schlechter Stil.“ ist einfach genial. Bei solch gutem Stoff warte ich gerne länger. Vielleicht keine drei Jahre, aber das Warten hat sich eindeutig gelohnt.
Die Figuren der Handlung sind alle stimmig ausgearbeitet. Die Konflikte sind real, obwohl sich in der Gedankenwelt des Hauptdarstellers einiges bewegt. Der gekonnte Stilwechsel trägt sehr dazu bei, dass der Leser sich hier seine Gedanken machen kann, dass er auch mal reflektieren kann.
Optisch hat Oesterle auch den richtigen Strich getroffen. Es ist einfach eine runde Sache und wenn man dann noch ein wundervolles Hardcover in den Händen hält, was will man als Comic-Leser mehr!? Fazit Das Warten hat sich gelohnt! Die fantastische Geschichte "Vatermilch" geht in eine tolle zweite Runde!