Comic - Marvel

Venom #2

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Venom #2
Venom #2Comic - Marvel | mit: Donny Cates (Autor), Iban Coello (Autor), Joshua Cassara (Autor) u.a. Bewertung:★★★★★ Vor langer Zeit brachte kein geringerer als Spider-Man einen schwarzen Alien-Symbiont mit zur Erde. Nachdem er ihn losgeworden war, ging es für das Wesen aus dem All auf eine lange Reise. In der letzten Zeit gab es zum Beispiel einen Auftritt in „Marvel Legacy: Spider-Man 1 & 2“, als Flash Thompson den Alien im Kampf gegen Norman Osborn trug. Die Sache ging nicht gut aus und Flash verstarb bei den Folgen des Kampfes. Eine andere Story: Ein Ableger des schwarzen „Mannes“ aus dem Weltraum bekam Cletus Kasay ab und aus beiden wurde hingegen Carnage. Aber auch der Rote wechselte seinen Partner. Sein letzter Auftritt war zusammen mit Osborn. Nun hat Eddie Brock den Schwarzen wieder an der Backe und zusammen sind sie Venom.
Handlung Venom hat als Held die Stadt New York vor dem Untergang gerettet. Doch nun gerät Eddie Brock in Gefangenschaft einer Verbrecherorganisation und eines genialen Bösewichts. Aber warum lässt der Symbiont ihn diesmal hängen? Ist er tot? Eddies Welt wird zudem von handfesten Wahrheiten aus seiner Vergangenheit und über den Symbionten erschüttert.BewertungNoir-Fans aufgepasst! „Venom #2“ ist etwas für Euch. Die ganze tragische Familiegeschichte von Eddie Brock kommt auf den Tisch. Deftige Szenen lassen uns erschauern und sind nichts für schwache Gemüter. Ein gewalttätiger Vater will zwar das Beste für seinen Sohn, seine Methoden sind aber so etwas von zweifelhaft, dass es nur logisch ist, dass Eddie auf die schiefe Bahn gerät. Ein Unfall aus seiner Vergangenheit wird durchleuchtet und ruft Erschreckendes hervor. Es ist so etwas wie der Scheideweg in der Familie.

Die emotionale Entfremdung und die vielen Schicksalsschläge hinterlassen spürbare Wunden, offene Narben, die der Titelheld nicht mehr los wird. Die innere Zerrissenheit passt bestens zu Venom und so ist es auch kein Wunder, dass es ein Duell auf geistiger Ebene gibt. Wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, warum man seine Kinder lieben soll und warum eine total übertriebene autoritäre Erziehung vollkommen deplatziert ist und eigentlich unter Strafe gestellt werden muss. Darüber hinaus gibt es noch eine Überraschung für uns Leser, eine Wendung, die es in sich hat und die das Feuer für die nächsten Ausgaben anheizt.

Der Bösewicht namens Maker Reed Richards hat einen großangelegten Auftritt. Schön, dass er immer mehr Einzug in die Marvel-Realität erhält, schließlich hat er schon eine lange Reise hinter sich. Als C-Promi gestartet, irgendwo zwischen den Parallelwelten geparkt, hat er es seit Jonathan Hickmans „Secret Wars“ auf die Erde 616 geschafft. Nun zeigt er seine ganze Schaffenskraft in „Venom #2“. Fazit „Venom #2“ ist ein düsteres, noirhaftes und geiles Comic! Ich hätte nie gedacht, dass mich der Alien-Symbiont so überzeugen könnte!
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