Buch - Drama
Wenn du das hier liest
Wenn du das hier liestBuch - Drama | mit: Mary AdkinsBewertung:★★★★★ Die Autorin Mary Adkins hat zunächst Jura studiert und unterrichtet nun Storytelling und schreibt u.a. für die New York Times. Anhand ihrer Biographie kann man nicht direkt erahnen, dass sie einen etwas anderen Roman schreibt. Anders!? Ja, der Leser kann sich diesmal nicht auf einen „normalen“ Fließtext freuen, sondern auf Blogeinträge und E-Mails. Doch konnte mich der Inhalt auch überzeugen? Handlung Iris erhält mit nur 33 Jahren die Diagnose Krebs. Sie hat nur noch kurze Zeit zu Leben. Daraufhin beschließt sie einen Blog zu schreiben und ihre Empfindungen dort festzuhalten. Nach ihrem Tod liegt das Leben ihrer Schwester Jade und von ihrem Chef Smith in Trümmern. Smith schreibt seiner toten Assistentin immer noch E-Mails, so sehr vermisst er sie. Als er auf den genannten Blog stößt, will er ihn unbedingt veröffentlichen. Dafür braucht er Jades Einverständnis, doch die vermutet hinter dem Angebot lediglich Geldmacherrei, denn die Agentur von Smith steht kurz vor der Pleite. Werden beide zueinander finden und wird es für die zwei ein Happy End geben, obwohl sie nicht mehr an Happy Ends glauben?BewertungIrgendwie cool. So dachte ich, als ich das Buch in den Händen hielt. Das Cover ist freundlich und niedlich gestaltet und die E-Mails fallen beim Durchblättern sofort ins Auge. Das ist mal etwas anders, ich selbst habe nämlich noch nicht solch ein Buch in den Händen gehalten. Der erste Eindruck stimmte also. Der zweite dann leider nicht mehr so ganz. Obwohl nicht schlecht, konnte mich die Handlung aber nicht fesseln.
Das lag eben auch an den E-Mails. Diese wirkten alle sehr förmlich, fast schon distanzierend auf mich. Das wichtige Mitfiebern mit den Hauptfiguren blieb daher aus. Ich konnte mich am meisten noch in die Tote der Geschichte hineinversetzen, das lag an den guten Blogeinträgen. Sie waren geprägt von Humor, Trauer und Verzweiflung. Die Charakteristika der Protagonisten waren auf dem Papier, also handwerklich sogar einwandfrei konstruiert. Jade als Schwester, eine traurige Gestalt mit Konflikten mit der eigenen Mutter, und Smith, ein Spielsüchtiger, dessen Agentur marode ist und der ebenfalls Probleme mit seinem Elternhaus hat. Und dann gibt es auch noch Carl, der Praktikant. Er hat für Humor gesorgt. Die Figuren schafften es aber nicht mich abzuholen, es waren dann – wie gesagt – eher die Beiträge von Iris, die den gewünschten Tiefgang mitbrachten. Fazit „Wenn du das hier liest“ ist kein normales Buch, denn es baut nicht auf den normalen Fließtext, sondern es baut hingegen auf E-Mails und Blog-Einträge. Darunter leiden aber die Figuren, sodass dem Leser die Identifikation mit ihnen schwer fällt.
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Das lag eben auch an den E-Mails. Diese wirkten alle sehr förmlich, fast schon distanzierend auf mich. Das wichtige Mitfiebern mit den Hauptfiguren blieb daher aus. Ich konnte mich am meisten noch in die Tote der Geschichte hineinversetzen, das lag an den guten Blogeinträgen. Sie waren geprägt von Humor, Trauer und Verzweiflung. Die Charakteristika der Protagonisten waren auf dem Papier, also handwerklich sogar einwandfrei konstruiert. Jade als Schwester, eine traurige Gestalt mit Konflikten mit der eigenen Mutter, und Smith, ein Spielsüchtiger, dessen Agentur marode ist und der ebenfalls Probleme mit seinem Elternhaus hat. Und dann gibt es auch noch Carl, der Praktikant. Er hat für Humor gesorgt. Die Figuren schafften es aber nicht mich abzuholen, es waren dann – wie gesagt – eher die Beiträge von Iris, die den gewünschten Tiefgang mitbrachten. Fazit „Wenn du das hier liest“ ist kein normales Buch, denn es baut nicht auf den normalen Fließtext, sondern es baut hingegen auf E-Mails und Blog-Einträge. Darunter leiden aber die Figuren, sodass dem Leser die Identifikation mit ihnen schwer fällt.