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Wer weiß denn sowas? 3. Edition

Veröffentlicht am 07.10.2026
4/5
Wer weiß denn sowas? 3. Edition
Manche Quizspiele wollen Wissen abfragen, andere möchten vor allem Gesprächsstoff liefern. „Wer weiß denn sowas? 3. Edition“ gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Die Fragen sind so angelegt, dass man nicht immer sofort die richtige Antwort kennen muss. Oft reichen eine gute Vermutung, ein bisschen Alltagserfahrung oder die richtige Idee im Gespräch mit dem eigenen Team.

Die dritte Ausgabe bringt das bekannte Konzept der ARD-Show in ein neues Design und enthält 420 Fragekarten. Gespielt wird in zwei Teams, die sich unter den Namen Bernhard und Wotan gegenüberstehen. Mit zwei bis zehn Personen ab acht Jahren ist das Familienspiel für eine schnelle Runde nach dem Essen ebenso geeignet wie für einen etwas größeren Spieleabend.

Handlung

Wie in der Fernsehsendung treten Team Bernhard und Team Wotan gegeneinander an. Abwechselnd wählen die Teams eine Kategorie und beantworten die dazugehörige Frage. Für jede richtige Antwort gibt es 500 Euro für die eigene Spielkasse.

Während der zwölf Quizrunden kann das Publikum einmal um Hilfe gebeten werden. Am Ende wartet die Masterfrage: Wer richtig liegt, verdoppelt das erspielte Geld. Das Team mit der höchsten Summe gewinnt die Partie.

Bewertung

Der angenehmste Zug von „Wer weiß denn sowas?“ ist, dass es niemanden als wandelndes Lexikon voraussetzt. Viele Fragen klingen zunächst so schräg, dass selbst überzeugte Besserwisser ins Grübeln kommen. Genau dort fängt das Spiel an zu funktionieren. Statt dass eine Person die Antwort herunterbetet und der Rest nur nickt, wird überlegt, verworfen und mit erstaunlicher Sicherheit auch mal überzeugend daneben geraten.

Das Teamprinzip passt ausgezeichnet zu dieser Art von Quiz. Wer eine Antwort nicht weiß, kann trotzdem einen Gedanken beisteuern. Vielleicht erinnert sich jemand an eine Beitrag, jemand anderes hat eine verrückte Theorie, und plötzlich wirkt eine der möglichen Antworten doch plausibler als die anderen. Diese kleinen Diskussionen sind oft unterhaltsamer als die Auflösung selbst.

Gut gefällt auch der klare Aufbau. Kategorie wählen, Frage vorlesen, gemeinsam entscheiden, Geld erhalten oder eben nicht – viel mehr muss man nicht erklären. Dadurch kommt die Runde schnell in Gang. Das ist besonders praktisch, wenn Menschen mitspielen, die sonst nur selten zu Brettspielen greifen. Die angegebene Spielzeit von rund 20 Minuten ist dabei eher ein sinnvoller Rahmen als eine starre Vorgabe: Eine redselige Runde wird sich für manche Antwort natürlich mehr Zeit nehmen.

Die Masterfrage sorgt zum Schluss für einen kleinen Nervenkitzel. Eine richtige Antwort kann den bisherigen Vorsprung verdoppeln, eine falsche Entscheidung dagegen teuer werden. Das bringt Spannung in die letzte Runde, hat aber auch eine Kehrseite. Wer über viele Fragen hinweg vorne lag, kann den Sieg noch verlieren. In einer lockeren Familienrunde ist das meist ein schöner Aufreger.

Beim Alter sollte man die Acht-Jahre-Angabe nicht zu streng lesen. Kinder können gut mitspielen, vor allem in gemischten Teams. Manche Fragen setzen jedoch Erfahrungen oder Begriffe voraus, die Erwachsene eher einordnen können. Am besten funktioniert das Spiel deshalb, wenn nicht jede Person allein liefern muss, sondern gemeinsam geraten und diskutiert wird.


Fazit

„Wer weiß denn sowas? 3. Edition“ ist ein zugängliches Quizspiel für Familien und Gruppen, die lieber gemeinsam tüfteln als still Wissen abfragen wollen.


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