Comic - Geschichte
Will Eisner – Graphic Novel Godfather
Will Eisner – Graphic Novel GodfatherComic - Geschichte | mit: Alexander BraunBewertung:★★★★★ Autor Alexander Braun dürfte nun nicht allen ein Begriff sein, schließlich ist er kein typischer Comic-Autor oder Zeichner, sondern er ist ein Kunsthistoriker. Und auch, wenn die breite Masse da draußen uns Geeks immer und immer wieder in eine Ecke stellt - zugegeben, es ist seit „The Big Bang Theory“ besser geworden - , ist der Comic nun mal eine Kunstform. Eine tolle, die, wenn man so will, bereits in den Höhlen der Neandertaler begonnen hat. Wir sind also Anhänger der ältesten Form der Unterhaltung. Um den Bogen wieder auf Will Eisner zu spannen, gerade, wenn ich hier über die Geschichte des Comics sinniere, Eisner ist einer der großen Wendepunkte, quasi der Alfred Hitchcock der Panels. Er gab unserem Lieblingsmedium ein Gehirn, brachte es auf das nächste Level, dem sich bis heute keiner mehr entsagen kann, selbst dann nicht, wenn derjenige noch nie ein Comic gelesen hat, er hat bestimmt schon mal eine Verfilmung gesehen... Alexander Braun zeigt der Nachwelt einen der ganz Großen seiner Zunft und das passiert in einem der gewaltigsten, biographischen Bände, die ich jemals in den Händen gehalten habe! Handlung Fast 70 Jahre lang arbeitete er in dem Medium, von seinen Anfängen während des Comic-Hefte-Booms Ende der 1930er Jahre, bis zu seinem eigenen stilprägenden Charakter „The Spirit“, der von 1940–1952 als Zeitungsbeilage erschien und die Grenzen des Erzählens mit Bildern immer wieder neu auslotete. Filmische Schnitte, ungewöhnliche Perspektiven, überraschende Seitenkompositionen, nie gesehene Verbindungen von Text und Bild – mit „The Spirit“ wandte sich Eisner vornehmlich an ein erwachsenes Publikum und verfolgte literarische Ambitionen.
Anschließend zeichnete er Lehr- und Sach-Comics für große amerikanische Unternehmen und für das US-Militär. Erst 1971 meldet er sich auf dem Comic-Markt zurück. Mit Ein Vertrag mit Gott legt er 1978 seine erste Graphic Novel vor und begründet damit ein neues literarisches Genre. Es folgen knapp zwanzig weitere Titel, darunter die autobiografisch inspirierten Werke The Dreamer und Zum Herzen des Sturms sowie 2005, kurz vor seinem Tod, Das Komplott – Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion in der er die Entstehung dieser antisemitischen Fälschung zum Thema macht.
Eisner erhielt zahlreiche internationale Preise, darunter den „Grand Prix Alfred“ und den „Lifetime Achievement Award“ der National Foundation for Jewish Culture. Auch der bedeutendste Comic-Preis der USA ist nach ihm benannt!BewertungCorona zwingt alle in die Knie, so auch die geplante Ausstellung über Will Eisner in Dortmund. Der Schauraum Comic + Cartoon hat nun unter dem Link https://21.de/schauraum/ besagte Ausstellung in die Online-Welt eingepflegt, sodass wir sie alle begutachten können. Ein Blick lohnt sich natürlich.
Und nun zum Werk von Alexander Braun. Ein Wort könnte die komplette Bewertung umfassen: SAUMEGAGEIL! Doch so einfach lasst ihr mich sicherlich nicht davon kommen. Dann müsst ihr meine kurze und überschaubare Lobeshymne über euch ergehen lassen. Wie es sich für solch ein Werk gehört, müssen zahlreiche Originalzeichnungen und Fotos auftauchen. Die werden in Hülle und Fülle präsentiert, sodass der Leser den einen oder anderen Schmankerl zu begutachten hat. Besonders das Foto, dass den kleinen Will Eisner zeigt, hat es mir angetan. Auch die Geschichte über die Anfänge und das harte Leben, welches in der damaligen Epoche an der Tagesordnung war, gingen in Fleisch und Blut über. Es ist einfach eine wahnsinnige Lebensgeschichte, die der Titelheld durchgemacht hat und es ist einfach unglaublich, was er bewirkt und welche Comics er veröffentlicht hat.
Die Biographie gehört mindestens zu den besten seiner Gattung, ist in meinen Augen, wie eingangs schon erwähnt, die Beste aller Biopics. Sie ist ausführlich, sie ist optisch toll, sie serviert Hintergrundinfos und und und.... Ja, so habe ich mir das vorgestellt!!! Fazit „Will Eisner – Graphic Novel Godfather“ ist ein MUSS, ein HAMMER und natürlich Pflichtlektüre für jeden Comic-Fan!
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Anschließend zeichnete er Lehr- und Sach-Comics für große amerikanische Unternehmen und für das US-Militär. Erst 1971 meldet er sich auf dem Comic-Markt zurück. Mit Ein Vertrag mit Gott legt er 1978 seine erste Graphic Novel vor und begründet damit ein neues literarisches Genre. Es folgen knapp zwanzig weitere Titel, darunter die autobiografisch inspirierten Werke The Dreamer und Zum Herzen des Sturms sowie 2005, kurz vor seinem Tod, Das Komplott – Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion in der er die Entstehung dieser antisemitischen Fälschung zum Thema macht.
Eisner erhielt zahlreiche internationale Preise, darunter den „Grand Prix Alfred“ und den „Lifetime Achievement Award“ der National Foundation for Jewish Culture. Auch der bedeutendste Comic-Preis der USA ist nach ihm benannt!BewertungCorona zwingt alle in die Knie, so auch die geplante Ausstellung über Will Eisner in Dortmund. Der Schauraum Comic + Cartoon hat nun unter dem Link https://21.de/schauraum/ besagte Ausstellung in die Online-Welt eingepflegt, sodass wir sie alle begutachten können. Ein Blick lohnt sich natürlich.
Und nun zum Werk von Alexander Braun. Ein Wort könnte die komplette Bewertung umfassen: SAUMEGAGEIL! Doch so einfach lasst ihr mich sicherlich nicht davon kommen. Dann müsst ihr meine kurze und überschaubare Lobeshymne über euch ergehen lassen. Wie es sich für solch ein Werk gehört, müssen zahlreiche Originalzeichnungen und Fotos auftauchen. Die werden in Hülle und Fülle präsentiert, sodass der Leser den einen oder anderen Schmankerl zu begutachten hat. Besonders das Foto, dass den kleinen Will Eisner zeigt, hat es mir angetan. Auch die Geschichte über die Anfänge und das harte Leben, welches in der damaligen Epoche an der Tagesordnung war, gingen in Fleisch und Blut über. Es ist einfach eine wahnsinnige Lebensgeschichte, die der Titelheld durchgemacht hat und es ist einfach unglaublich, was er bewirkt und welche Comics er veröffentlicht hat.
Die Biographie gehört mindestens zu den besten seiner Gattung, ist in meinen Augen, wie eingangs schon erwähnt, die Beste aller Biopics. Sie ist ausführlich, sie ist optisch toll, sie serviert Hintergrundinfos und und und.... Ja, so habe ich mir das vorgestellt!!! Fazit „Will Eisner – Graphic Novel Godfather“ ist ein MUSS, ein HAMMER und natürlich Pflichtlektüre für jeden Comic-Fan!