Comic - Drama
Woyzeck
WoyzeckComic - Drama | mit: Andreas EikenrothBewertung:★★★★★ Der Dramatiker und Dichter Georg Büchner hat 1836 sein „Woyzeck“ angefangen. Leider verstarb er bereits im Februar 1837, sodass von dem Werk nur ein Fragment übrig blieb. Erst im Jahr 1879 wurde eine stark überarbeitete Fassung herausgegeben. Und viele weitere Jahre später, genauer gesagt 1913 wurde „Woyzeck“ im Residenztheater München uraufgeführt. Heute zählt das Stück zu den meistgespieltesten Dramen der deutschen Literatur.
Der Verlag „Edition 52“ veröffentlicht nun die neuste Interpretation von Autor Andreas Eikenroth. Sein eigenwilliger Stil sorgt zusammen mit den überspitzten Zeichnungen für eine tolle Ausgabe. Gerade für Literaturmuffel ist dieses Comic im Albenformat ein guter Einstieg in die Materie.
Handlung Franz Woyzec ist ein einfacher Soldat. Er hat ein uneheliches Kind mit seiner Freundin Marie. Er versucht sie finanziell zu unterstützen. Neben seiner Hauptarbeit als Soldatendiener für seinen Hauptmann, lässt er sich von einem Arzt als Versuchskaninchen auf eine Erbsendiät setzen. Die Ausnutzung der beiden geht weit über das körperliche hinaus, denn er wird auch in aller Öffentlichkeit blossgestellt. Zu allem Überfluss fängt Marie eine Affäre an und als er den Beweis für ihre Untreue hat, sagen innere Stimmen zu ihm, dass er seine Freundin umbringen soll…
BewertungDie Zeichnungen wirken auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Sie zeigen Menschen, die nicht gerade Glück und Freunde ausstrahlen oder einfach nur gemein aussehen. In dem Drama „Woyzeck“ ist dies auch vollkommen angebracht, denn es ist einfach eine traurige Geschichte. Woyzeck kann einem nur leid tun. Sein Leben ist reduziert auf Sklavenarbeit und Ausnutzung. Es gibt für ihn kein Licht am Ende des Tunnels. Sein körperlicher Zustand kann als besorgniserregend eingestuft werden. Das Geld reicht nicht aus, er gibt alles für sein Kind aus.
Marie sieht nicht nur auf den Panels wie eine Hexe aus, sie ist es auch. Der Leser kann seinen ganzen Frust an dieser Person abladen, sie ist einfach der Antichrist dieser Handlung. Das schöne an einer „Woyzeck“ Adaption ist, dass es verschiedene Ansätze gibt und an dieser Stelle muss ich Andreas "AE" Eikenroth ein Kompliment aussprechen, denn seine Art die Geschichte zu erzählen wirkt frisch und modern und ist daher für ein eher breiteres Publikum interessant.
An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es eine Vorzugsausgabe zu dem Werk gibt. Es schlägt allerdings mit einem Preis von 35 Euro etwas teuer zu buche, dennoch erhält sie einen signierten und limitierten Druck. Für Fans sicherlich sehr interessant. Zum Vergleich: Die normale Ausgabe kostet nur 15 Euro. Alles zusammen - und auch gerade dank Georg Büchner - kann man „Woyzeck“ auf so unterschiedliche Weisen interpretieren und sich genüßlich über seine Motive unterhalten, diskutieren und streiten. Göttlich und nun in der Welt der Comics angekommen. Fazit „Woyzeck“ ist ein guter Comic, der das Meisterwerk von Georg Büchner in einem guten Glanz wieder erstrahlen lässt.
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Der Verlag „Edition 52“ veröffentlicht nun die neuste Interpretation von Autor Andreas Eikenroth. Sein eigenwilliger Stil sorgt zusammen mit den überspitzten Zeichnungen für eine tolle Ausgabe. Gerade für Literaturmuffel ist dieses Comic im Albenformat ein guter Einstieg in die Materie.
Handlung Franz Woyzec ist ein einfacher Soldat. Er hat ein uneheliches Kind mit seiner Freundin Marie. Er versucht sie finanziell zu unterstützen. Neben seiner Hauptarbeit als Soldatendiener für seinen Hauptmann, lässt er sich von einem Arzt als Versuchskaninchen auf eine Erbsendiät setzen. Die Ausnutzung der beiden geht weit über das körperliche hinaus, denn er wird auch in aller Öffentlichkeit blossgestellt. Zu allem Überfluss fängt Marie eine Affäre an und als er den Beweis für ihre Untreue hat, sagen innere Stimmen zu ihm, dass er seine Freundin umbringen soll…
BewertungDie Zeichnungen wirken auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Sie zeigen Menschen, die nicht gerade Glück und Freunde ausstrahlen oder einfach nur gemein aussehen. In dem Drama „Woyzeck“ ist dies auch vollkommen angebracht, denn es ist einfach eine traurige Geschichte. Woyzeck kann einem nur leid tun. Sein Leben ist reduziert auf Sklavenarbeit und Ausnutzung. Es gibt für ihn kein Licht am Ende des Tunnels. Sein körperlicher Zustand kann als besorgniserregend eingestuft werden. Das Geld reicht nicht aus, er gibt alles für sein Kind aus.
Marie sieht nicht nur auf den Panels wie eine Hexe aus, sie ist es auch. Der Leser kann seinen ganzen Frust an dieser Person abladen, sie ist einfach der Antichrist dieser Handlung. Das schöne an einer „Woyzeck“ Adaption ist, dass es verschiedene Ansätze gibt und an dieser Stelle muss ich Andreas "AE" Eikenroth ein Kompliment aussprechen, denn seine Art die Geschichte zu erzählen wirkt frisch und modern und ist daher für ein eher breiteres Publikum interessant.
An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es eine Vorzugsausgabe zu dem Werk gibt. Es schlägt allerdings mit einem Preis von 35 Euro etwas teuer zu buche, dennoch erhält sie einen signierten und limitierten Druck. Für Fans sicherlich sehr interessant. Zum Vergleich: Die normale Ausgabe kostet nur 15 Euro. Alles zusammen - und auch gerade dank Georg Büchner - kann man „Woyzeck“ auf so unterschiedliche Weisen interpretieren und sich genüßlich über seine Motive unterhalten, diskutieren und streiten. Göttlich und nun in der Welt der Comics angekommen. Fazit „Woyzeck“ ist ein guter Comic, der das Meisterwerk von Georg Büchner in einem guten Glanz wieder erstrahlen lässt.