Comic - Marvel
X-Men: Die Dark Phönix Saga
X-Men: Die Dark Phönix SagaComic - Marvel | mit: Autoren: Chris Claremont, John Byrne
| Zeichner: John ByrneBewertung:★★★★★ Da nächstes Jahr der Film X-Men: Dark Phoenix in die Kinos kommt, wollte ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, die erst kürzlich neu gedruckte Dark Phoenix Saga zu lesen. Damit wurde die Saga, die "The uncanny X-Men (1963) 129 bis 138" enthält, von Panini zum zweiten Mal reprinted. Diese Hefte wurden bereits in den X-Men Archiv-Schubern auf Deutsch veröffentlicht, können jedoch im aktuell vorliegenden Paperback in einer überarbeiteten Kolorierung begutachtet werden. Im vorherigen Storyverlauf war Jean Grey alias Marvel Girl gestorben und als Phoenix wieder auferstanden. Sie und keiner ihrer Teamkollegen können abschätzen wie groß die nun gewonnene Kraft von Jean tatsächlich ist. Und als ob das noch nicht genug ist, fängt ein alter Feind an, mit ihr Spielchen zu spielen. Handlung Am Anfang sehen wir wie Jason Wyngarde, ein Bösewicht und Mitglied des inneren Zirkels des Hellfire Club, Jean Grey in eine Art Tagtraum versetzt. Dort (er)lebt sie das Leben einer ihrer Vorfahren. Er macht ihr vor, dass sie ein Paar sind und sich auf dem Weg nach Amerika befinden um dort zu heiraten. Der Hellfire Club, dem Wyngarde zuspielt, will mit der Hilfe von Phoenix die Weltherrschaft an sich reißen. Sebastian Shaw ist der Kopf des inneren Zirkels und zieht im Hintergrund die Strippen.
Als Cerebro die Aufenthaltsorte von zwei neuen Mutanten preisgibt, trennen sich die X-Men, um die Mutanten zu besuchen und sie in die Schule von Xavier einzuladen. Bei diesen Mutanten handelt es sich um Kitty Pryde und Dazzler. Der Hellfire Club setzt niemanden geringeren als Emma Frost, oder auch die White Queen, auf die Mutanten an. Nachdem einige der X-Men gefangen genommen wurden, wird zum ersten Mal eine dunkle Art von Phoenix entfesselt und Jean macht den Anschein, als hätte sie ihre Kräfte nicht unter Kontrolle.
Nachdem es im Hellfire Club zum Showdown kommt und der richtige Dark Phoenix entfesselt wird, haben die X-Men alle Hände voll zu tun um Jean unbeschadet zu retten, während dessen Phoenix ausgeschaltet werden muss.BewertungIch tue mich wirklich schwer hier eine Bewertung abzugeben. Auf der einen Seite ist da der Dark Phoenix. Eine Naturgewalt und das wohl mächtigste Wesen im Universum. Hier wird alles passend dargestellt und die Story ist sehr aufschlussreich und voller Action erzählt. Die Gruppe rund um die X-Men ist schön mit anzusehen (nicht zuletzt aufgrund der neuen Kolorierung) und die Dynamik innerhalb des Teams funktioniert, wobei die einzelnen Charaktere nicht zu kurz kommen. Auf der anderen Seite ist da die Story im Allgemeinen und der "gegnerische Verein." Die Antagonisten werden sehr flach und nicht wirklich tiefgründig, ja teilweise sogar recht dümmlich und oberflächlich dargestellt. Die Beweggründe sind nicht immer nachvollziehbar und haben mich mit dem einen oder anderen Fragezeichen zurückgelassen. Das wirkte sich leider auch auf die gesamte Story aus.
Das ist zwar sehr schade, aber im Grunde hält man hier einen Klassiger in den Händen, der zu einer gänzlich anderen Zeit geschrieben wurde. Da ist dann natürlich die Frage, wie gut oder schlecht dieser Comic gealtert ist. Meiner Meinung nach sehr gut. Es sind zwar die typischen Merkmale vorhanden, die für solche älteren Comics charakteristisch sind, wie zum Beispiel die Textlastigkeit und dass in den meisten Panels erklärt wird was zu sehen ist (und das lang und breit), jedoch weiß man ja in der Regel auf was man sich einstellen muss, wenn man einen Comic aus dieser Zeit aufschlägt. Und das Grundprinzip der Geschichte passt auch noch in die heutige Zeit: ein Team, das gegen einen übermächtigen Gegner antreten muss und viele Rückschläge erleidet, um am Schluss alles auf eine Karte zu setzten. Große Klasse!
Und dabei werden die Beziehungen gepflegt, wie es in einem heutigen Comic nicht mehr so oft zu finden ist. Allen voran sei hier natürlich Jean und Scott genannt. Die beiden sind füreinander geschaffen und lassen das den anderen spüren. Die Beziehung der beiden wirkt die ganze Geschichte über authentisch und überzeugend. Aber auch die anderen X-Men kommen nicht zu kurz: Scott und Xavier, Jean und Ororo, sogar Beast lässt dich Avengers sausen um seinen alten Kumpel zu Hilfe zu kommen. Und von diesen Beziehungen und Charaktermomenten lebt ein solcher Comic, auch wenn man zugeben muss, dass die Dialoge stellenweise schon als komisch bezeichnet werden können.
Zuletzt sei noch gesagt, dass die Zeichnungen von John Byrne super Old-School sind und richtig Spaß machen. Die neue Kolorierung kann im direkten Vergleich mit den Archiv-Schubern auch überzeugen. Weswegen der Paperback als Sammelband, neben den Schubern, wohl in meiner Sammlung bleiben wird. Fazit Für Leser die an der Dark Phoenix Saga interessiert sind, den Charme eines älteren Comics zu schätzen wissen, die beste Möglichkeit an die Hefte der Saga zu kommen. Hier bekommt man für faire 19,99€ 220 Seiten geballte Action und einen Klassiker, der eigentlich in jede Sammlung gehört.
Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Panini.
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Als Cerebro die Aufenthaltsorte von zwei neuen Mutanten preisgibt, trennen sich die X-Men, um die Mutanten zu besuchen und sie in die Schule von Xavier einzuladen. Bei diesen Mutanten handelt es sich um Kitty Pryde und Dazzler. Der Hellfire Club setzt niemanden geringeren als Emma Frost, oder auch die White Queen, auf die Mutanten an. Nachdem einige der X-Men gefangen genommen wurden, wird zum ersten Mal eine dunkle Art von Phoenix entfesselt und Jean macht den Anschein, als hätte sie ihre Kräfte nicht unter Kontrolle.
Nachdem es im Hellfire Club zum Showdown kommt und der richtige Dark Phoenix entfesselt wird, haben die X-Men alle Hände voll zu tun um Jean unbeschadet zu retten, während dessen Phoenix ausgeschaltet werden muss.BewertungIch tue mich wirklich schwer hier eine Bewertung abzugeben. Auf der einen Seite ist da der Dark Phoenix. Eine Naturgewalt und das wohl mächtigste Wesen im Universum. Hier wird alles passend dargestellt und die Story ist sehr aufschlussreich und voller Action erzählt. Die Gruppe rund um die X-Men ist schön mit anzusehen (nicht zuletzt aufgrund der neuen Kolorierung) und die Dynamik innerhalb des Teams funktioniert, wobei die einzelnen Charaktere nicht zu kurz kommen. Auf der anderen Seite ist da die Story im Allgemeinen und der "gegnerische Verein." Die Antagonisten werden sehr flach und nicht wirklich tiefgründig, ja teilweise sogar recht dümmlich und oberflächlich dargestellt. Die Beweggründe sind nicht immer nachvollziehbar und haben mich mit dem einen oder anderen Fragezeichen zurückgelassen. Das wirkte sich leider auch auf die gesamte Story aus.
Das ist zwar sehr schade, aber im Grunde hält man hier einen Klassiger in den Händen, der zu einer gänzlich anderen Zeit geschrieben wurde. Da ist dann natürlich die Frage, wie gut oder schlecht dieser Comic gealtert ist. Meiner Meinung nach sehr gut. Es sind zwar die typischen Merkmale vorhanden, die für solche älteren Comics charakteristisch sind, wie zum Beispiel die Textlastigkeit und dass in den meisten Panels erklärt wird was zu sehen ist (und das lang und breit), jedoch weiß man ja in der Regel auf was man sich einstellen muss, wenn man einen Comic aus dieser Zeit aufschlägt. Und das Grundprinzip der Geschichte passt auch noch in die heutige Zeit: ein Team, das gegen einen übermächtigen Gegner antreten muss und viele Rückschläge erleidet, um am Schluss alles auf eine Karte zu setzten. Große Klasse!
Und dabei werden die Beziehungen gepflegt, wie es in einem heutigen Comic nicht mehr so oft zu finden ist. Allen voran sei hier natürlich Jean und Scott genannt. Die beiden sind füreinander geschaffen und lassen das den anderen spüren. Die Beziehung der beiden wirkt die ganze Geschichte über authentisch und überzeugend. Aber auch die anderen X-Men kommen nicht zu kurz: Scott und Xavier, Jean und Ororo, sogar Beast lässt dich Avengers sausen um seinen alten Kumpel zu Hilfe zu kommen. Und von diesen Beziehungen und Charaktermomenten lebt ein solcher Comic, auch wenn man zugeben muss, dass die Dialoge stellenweise schon als komisch bezeichnet werden können.
Zuletzt sei noch gesagt, dass die Zeichnungen von John Byrne super Old-School sind und richtig Spaß machen. Die neue Kolorierung kann im direkten Vergleich mit den Archiv-Schubern auch überzeugen. Weswegen der Paperback als Sammelband, neben den Schubern, wohl in meiner Sammlung bleiben wird. Fazit Für Leser die an der Dark Phoenix Saga interessiert sind, den Charme eines älteren Comics zu schätzen wissen, die beste Möglichkeit an die Hefte der Saga zu kommen. Hier bekommt man für faire 19,99€ 220 Seiten geballte Action und einen Klassiker, der eigentlich in jede Sammlung gehört.
Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Panini.