Comic - DC
Young Justice 1
Young Justice 1Comic - DC | mit: Brian Michael Bendis, Patrick Gleason, Emanuela Lupacchino, Evan SwayerBewertung:★★★★★ Brian Michael Bendis ist einer der bekanntesten Namen im Comic-Bereich. Nachdem er für Marvel solche Figuren wie Jessica Jones und Miles Morales erschaffen hat, arbeitet er nun für den größten Helden von DC: Superman. Aber auch die Junior Justice League Young Justice wird nun von Bendis geschrieben. Handlung Eine Truppe von Kriegern aus der archaischen Welt Gemworld attackiert Metropolis! Zum Glück sind Robin, Impulse und Wonder Girl alle zufällig in der Stadt und stellen sich den Angreifern. Zur Hilfe eilen außerdem noch Jinny Hex und Teen Lantern. Als Team sind sie der Gefahr durchaus gewachsen und im Begriff, den Kampf zu gewinnen. Doch dann werden sie nach Gemworld teleportiert. Dort müssen sie mit Hilfe von Amethyst gegen Lord Opal kämpfen. Zum Glück findet das Team dort noch einen Verbündeten, den lange verschollenen Superboy.BewertungIch bin ein großer Fan der Animationsserie um das „Young Justice“-Team, aber mit den Comics hatte ich mich noch nie beschäftigt. Deswegen war ich etwas verwirrt, als ich den ersten Band von Young Justice gelesen habe. Leider hilft die sehr kurze Redaktionsnotiz am Anfang des Comics (die ich bei vielen anderen als sehr hilfreich empfunden habe) fast gar nicht, denn neben einen kurzen Umriss der Geschichte der Young Justice gibt es nicht viel Infos zum Stand der Dinge bezüglich der jetzigen Kontinuität. Anscheinend kann sich Tim Drake aka Robin an seine Zeit bei der Young Justice nicht mehr erinnern und Conner aka Superboy wird seit Langem vermisst. Da finde ich es schon etwas schwierig, diesen Neustart als besonders einsteigerfreundlich zu bezeichnen.
Obwohl der Einstieg nicht besonders viel verrät und „Young Justice“-Anfängern wie mir es etwas schwer macht, mitzukommen, ist der Comic bis zum Ende doch sehr kurzweilig. Es gibt viel Action und die Dialoge zwischen den Figuren ist immer schnell und witzig. Es gibt viele ein- bis zweiseitige Splashes, die entweder das Team als Ganzes zeigt oder die Begegnung von zwei Figuren sehr gut darstellt. Es gibt kaum eine Seite wie die andere, da sehr viel mit verschiedenen Panelstrukturen gearbeitet wird. Auf der einen Seite werden Panelgrenzen durchbrochen, die nächste ist ganz klar strukturiert; die eine Seite hat vertikal angeordnete Panels, in der nächsten sind sie alle horizontal. Das gibt der Geschichte einerseits eine sehr dynamische Struktur, was mich als Leserin sehr gepusht hat, weiterzulesen. Andererseits musste ich manchmal innehalten und nochmal von vorne beginnen, weil ich die Panels in der falschen Reihenfolge gelesen habe – was vor allem für neue Comic-Leser eine kleine Hürde sein könnte.
Das Tempo von Dialogen und Panels wirkt sich meiner Meinung nach leider negativ auf den Aufbau der Story aus. Ich als Einsteigerin habe keine Ahnung, wie die Figuren drauf sind und was sie charakterlich ausmacht. Dass das im Laufe des Comics nicht klarer wird, liegt meiner Meinung nach zum großen Teil daran, dass sie alle gleich reden. Sie sind alle witzig und schlagfertig, keine einzige Interaktion wirkt ernst gemeint. Mir ist überhaupt nicht klar geworden, wie die Figuren zueinander stehen, mit Ausnahme vielleicht von Impulse und Superboy. Ihre gemeinsame Szene ist auch die einzige, die etwas entschleunigt ist und wo die Junior-Helden mal Zeit haben, sich vernünftig zu unterhalten. Eine solche Szene gibt es zwar auch weiter hinten im Comic, wo sich – Spoiler Alert – das ganze Team wiedersieht, aber da sind zu viele Figuren, was das Ganze leicht unübersichtlich macht.
Was mir aber an Young Justice 1 richtig gut gefallen hat ist das Artwork. Obwohl über den ganzen Comic hinweg unterschiedliche Künstler am Werk waren, sind die Übergänge doch fließend genug. Mir gefällt es persönlich nicht, wenn sich der Stil von einem Heft zum anderen drastisch verändert, da ich mich erst wieder eindenken muss – vor allem, wenn ich die Figuren auf den ersten Blick nicht sofort wiedererkenne. Das ist bei Young Justice 1 zum Glück nicht der Fall. Zwar hat jeder Künstler seinen eigenen Stil, die Figuren sehen aber immer gleich aus. Die Unterschiede liegen sehr oft bei der Kolorierung – mal mattere Farben, mal hellere – oder die Gesichter sind unterschiedlich fein gezeichnet. Doch im Großen und Ganzen bleibt der Stil über den ganzen Band hinweg relativ einheitlich.
Fazit Obwohl ich von der Geschichte und den Figuren nur wenig mitbekommen habe, habe ich Young Justice 1 doch ziemlich schnell verschlungen. Die sehr actionreichen Seiten und das dynamische Layout haben mich immer weiter nach vorne getrieben. Für Comic-Neulinge und „Young Justice“-Einsteiger wie mich ist der Comic aber doch etwas unübersichtlich, sowohl was die Panelgestaltung als auch die Geschichte an sich angeht. Es würde mich freuen, wenn der nächste Band den Figuren etwas mehr Tiefe geben würde.
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Obwohl der Einstieg nicht besonders viel verrät und „Young Justice“-Anfängern wie mir es etwas schwer macht, mitzukommen, ist der Comic bis zum Ende doch sehr kurzweilig. Es gibt viel Action und die Dialoge zwischen den Figuren ist immer schnell und witzig. Es gibt viele ein- bis zweiseitige Splashes, die entweder das Team als Ganzes zeigt oder die Begegnung von zwei Figuren sehr gut darstellt. Es gibt kaum eine Seite wie die andere, da sehr viel mit verschiedenen Panelstrukturen gearbeitet wird. Auf der einen Seite werden Panelgrenzen durchbrochen, die nächste ist ganz klar strukturiert; die eine Seite hat vertikal angeordnete Panels, in der nächsten sind sie alle horizontal. Das gibt der Geschichte einerseits eine sehr dynamische Struktur, was mich als Leserin sehr gepusht hat, weiterzulesen. Andererseits musste ich manchmal innehalten und nochmal von vorne beginnen, weil ich die Panels in der falschen Reihenfolge gelesen habe – was vor allem für neue Comic-Leser eine kleine Hürde sein könnte.
Das Tempo von Dialogen und Panels wirkt sich meiner Meinung nach leider negativ auf den Aufbau der Story aus. Ich als Einsteigerin habe keine Ahnung, wie die Figuren drauf sind und was sie charakterlich ausmacht. Dass das im Laufe des Comics nicht klarer wird, liegt meiner Meinung nach zum großen Teil daran, dass sie alle gleich reden. Sie sind alle witzig und schlagfertig, keine einzige Interaktion wirkt ernst gemeint. Mir ist überhaupt nicht klar geworden, wie die Figuren zueinander stehen, mit Ausnahme vielleicht von Impulse und Superboy. Ihre gemeinsame Szene ist auch die einzige, die etwas entschleunigt ist und wo die Junior-Helden mal Zeit haben, sich vernünftig zu unterhalten. Eine solche Szene gibt es zwar auch weiter hinten im Comic, wo sich – Spoiler Alert – das ganze Team wiedersieht, aber da sind zu viele Figuren, was das Ganze leicht unübersichtlich macht.
Was mir aber an Young Justice 1 richtig gut gefallen hat ist das Artwork. Obwohl über den ganzen Comic hinweg unterschiedliche Künstler am Werk waren, sind die Übergänge doch fließend genug. Mir gefällt es persönlich nicht, wenn sich der Stil von einem Heft zum anderen drastisch verändert, da ich mich erst wieder eindenken muss – vor allem, wenn ich die Figuren auf den ersten Blick nicht sofort wiedererkenne. Das ist bei Young Justice 1 zum Glück nicht der Fall. Zwar hat jeder Künstler seinen eigenen Stil, die Figuren sehen aber immer gleich aus. Die Unterschiede liegen sehr oft bei der Kolorierung – mal mattere Farben, mal hellere – oder die Gesichter sind unterschiedlich fein gezeichnet. Doch im Großen und Ganzen bleibt der Stil über den ganzen Band hinweg relativ einheitlich.
Fazit Obwohl ich von der Geschichte und den Figuren nur wenig mitbekommen habe, habe ich Young Justice 1 doch ziemlich schnell verschlungen. Die sehr actionreichen Seiten und das dynamische Layout haben mich immer weiter nach vorne getrieben. Für Comic-Neulinge und „Young Justice“-Einsteiger wie mich ist der Comic aber doch etwas unübersichtlich, sowohl was die Panelgestaltung als auch die Geschichte an sich angeht. Es würde mich freuen, wenn der nächste Band den Figuren etwas mehr Tiefe geben würde.