Buch - Drama
Zeitschrift für Ideengeschichte Heft XV/1 - Kolonialwaren
Zeitschrift für Ideengeschichte Heft XV/1 - KolonialwarenBuch - Drama | mit: David Armitage, Andreas Fahrmeir, Jürgen Osterhammel, Sundhya Pahuja, Britt Schlünz und vielen weiterenBewertung:★★★★★ Auf Geek-Whisper.de - wie unser Name es schon verrät - unterhalten, besprechen und diskutieren wir dem Grunde nach gerne über die typischen Nerd-Themen. Dabei haben wir unseren Fokus auf das geschriebene Wort gerichtet. Darüber hinaus findet sich immer mal wieder ein Schwenk von politischer Leitkultur in unseren Reviews, in denen wir klare Kante zeigen. Unsere Rezensenten besuchen zu meist eine Universität. Von daher sind wir von Natur aus neugierig und lesen querbeet in der Weltgeschichte herum. Dabei stoßen wir immer wieder auf tolle Dinge wie die "Zeitschrift für Ideengeschichte", die nach eigenen Angaben "Die sich an die gebildete Öffentlichkeit wendet. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an." Die Ausgabe "Kolonialwaren" war mein erster Flirt und mit Sicherheit nicht mein letzter, denn was ich zu Lesen bekommen habe, hat mich fasziniert. Handlung Im großen Warenhaus des Kolonialismus findet sich fast alles: Hochkultur und Massenkonfektion, Geschenke und Gebrauchsgüter, Forscherglück und auch so manches Beutestück. Das Portfolio der Kolonialwaren ist so weit gefächert wie ihre Provenienzen. Die Frühjahrsausgabe der Zeitschrift für Ideengeschichte spürt den abgründigen Wanderwegen der Kolonialwaren bis in unsere Tage nach.
Mit Beiträgen von David Armitage, Andreas Fahrmeir, Jürgen Osterhammel, Sundhya Pahuja, Britt Schlünz und vielen weiteren.
BewertungEin bunter Blumenstrauß, so könnte man die Themenvielfalt nennen, die uns beim Aufschlagen des Inhaltsverzeichnis entgegenschlägt. Es ist der geschichtliche Kontext, der auf die Gegenwart trifft, aus den man aber sicherlich einiges lernen kann. Aber auch die nüchternen - aber dennoch lebhaft verfassten Texte - Rückblicke auf vergange Tage, die uns zu Beispiel zu einem gewissen John Locke führen oder uns die Geschichte hinter dem Namen "EDEKA" vermitteln, beeindrucken und wecken eine Art Abenteuergeist. Schließlich will der Leser tiefer und immer weiter in die Materie eintauchen. Meinungen und Deutungen schlagen den Bogen zur heutigen Epoche, sodass wir einen Blick auf die Handelsware Staat bekommen. In einer Welt, in der die Globalisierung immer weiter voran schreitet und Flüchtlingsströme ein eindeutiges Zeichen dafür sind, das etwas ganz gewaltig schief läuft, kommt die Ideensammlung gerade zur Rechten Zeit. Es war so, es ist so und wird es auch immer so bleiben? Da sind die Leser gefragt, die Welt zu verändern.
Die Herausgeber machen in ihren Werbeanzeigen keinen Hell draus, dass sich ihr Zielpublikum eher im Spektrum der Gebildeten ansiedelt. Das wird auch schnell klar, die Texte zu lesen erfordert schon einen sicheren Umgang mit Fremdwörtern. Ich wollte es nur gesagt haben, daher auch meine etwas andere Einführung in diese Review. Kritik kann ich nicht äußern. Schließlich sind es nicht meine Fachgebiete, aber die Beiträge sind glaubhaft verfasst und vermitteln eine standfeste Meinung, sodass ich mich stets gut aufgehoben gefühlt habe und ich habe etwas in mir entdeckt, diesen gewissen Entdeckungsgeist, den ich schon lange nicht mehr bei mir gesehen habe. Immer und immer wieder schlug ich das Heftchen auf und erwischte mich dabei, wie ich immer tiefer in die Materie gezogen wurde. Fantastisch! Fazit "Zeitschrift für Ideengeschichte Heft XV/1 - Kolonialwaren" ist eine saustarke Ausgabe der Reihe, die ich bis dato noch nicht auf dem Schirm hatte, die aber von mir ab jetzt stetig gesichtet wird.
ZURÜCK INS ARCHIV
Mit Beiträgen von David Armitage, Andreas Fahrmeir, Jürgen Osterhammel, Sundhya Pahuja, Britt Schlünz und vielen weiteren.
BewertungEin bunter Blumenstrauß, so könnte man die Themenvielfalt nennen, die uns beim Aufschlagen des Inhaltsverzeichnis entgegenschlägt. Es ist der geschichtliche Kontext, der auf die Gegenwart trifft, aus den man aber sicherlich einiges lernen kann. Aber auch die nüchternen - aber dennoch lebhaft verfassten Texte - Rückblicke auf vergange Tage, die uns zu Beispiel zu einem gewissen John Locke führen oder uns die Geschichte hinter dem Namen "EDEKA" vermitteln, beeindrucken und wecken eine Art Abenteuergeist. Schließlich will der Leser tiefer und immer weiter in die Materie eintauchen. Meinungen und Deutungen schlagen den Bogen zur heutigen Epoche, sodass wir einen Blick auf die Handelsware Staat bekommen. In einer Welt, in der die Globalisierung immer weiter voran schreitet und Flüchtlingsströme ein eindeutiges Zeichen dafür sind, das etwas ganz gewaltig schief läuft, kommt die Ideensammlung gerade zur Rechten Zeit. Es war so, es ist so und wird es auch immer so bleiben? Da sind die Leser gefragt, die Welt zu verändern.
Die Herausgeber machen in ihren Werbeanzeigen keinen Hell draus, dass sich ihr Zielpublikum eher im Spektrum der Gebildeten ansiedelt. Das wird auch schnell klar, die Texte zu lesen erfordert schon einen sicheren Umgang mit Fremdwörtern. Ich wollte es nur gesagt haben, daher auch meine etwas andere Einführung in diese Review. Kritik kann ich nicht äußern. Schließlich sind es nicht meine Fachgebiete, aber die Beiträge sind glaubhaft verfasst und vermitteln eine standfeste Meinung, sodass ich mich stets gut aufgehoben gefühlt habe und ich habe etwas in mir entdeckt, diesen gewissen Entdeckungsgeist, den ich schon lange nicht mehr bei mir gesehen habe. Immer und immer wieder schlug ich das Heftchen auf und erwischte mich dabei, wie ich immer tiefer in die Materie gezogen wurde. Fantastisch! Fazit "Zeitschrift für Ideengeschichte Heft XV/1 - Kolonialwaren" ist eine saustarke Ausgabe der Reihe, die ich bis dato noch nicht auf dem Schirm hatte, die aber von mir ab jetzt stetig gesichtet wird.