Game - Abenteuer

Ziggurat

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Ziggurat
ZigguratGame - Abenteuer | mit: Matt Leacock und Rob DaviauBewertung:★★★★★ Was einem erfahrenen Spieler sofort auffällt, sind die Namen der beiden Kreativen hinter dem Spiel. Matt Leacock und Rob Daviau sind wahre Baumeister ihres Faches. Eines ihrer Werke hört auf den Namen „Pandemic“, welches beide ganz unterschiedlich geprägt haben. Nun wurden sie vom Verlag „Schmidt Spiele“ angeheuert und haben sich eine ganz andere Zielgruppe ausgesucht: die Familie. Und damit fällt eine ganze Reihe der üblichen Gamer aus dem Fokus – jedoch wurde ein neues Rohstoffvorkommen erschlossen. Ob aus den Tiefen des Berges qualitativ hochwertiges Material zu Tage gefördert wurde, verrate ich wie immer ein Stück weiter unten.

„Ziggurat“ ist ab 8 Jahren freigegeben, ist für 2 bis 4 Leute am Tisch konzipiert und dauert in etwa 30 bis 45 Minuten. Handlung Die ZIGGURAT – ein von Stufen umsäumter Tempelturm – ist seit Jahrhunderten verlassen. Nach und nach sind mehr Menschen aus dem umliegenden Dorf weggezogen. Doch im Inneren der Ziggurat regt sich etwas. Etwas, das erwacht …
ZIGGURAT ist ein kooperatives „Legacy“-Spiel über 6 Kapitel. Nach jedem Spiel gibt es neue Regeln und Spielmaterial zu entdecken. Die Entscheidungen wirken sich auf den weiteren Spielverlauf aus. ZIGGURAT ist der ideale Einstieg in die Welt der Legacy-Spiele. Lasst das Abenteuer beginnen!BewertungDie Warnung zur Zielgruppe habe ich bereits am Anfang geschrieben, sei hier aber noch einmal für alle Fans ausgesprochen. Diese ist wichtig – soll nämlich die Erwartungshaltung einfangen.

Was wir vorfinden, ist ein Legacy-Spiel, das man ausdrücklich wieder auf den Tisch stellen kann. Sicherlich – ich bin ehrlich – wird das in nächster Zeit nicht sein, aber die Möglichkeit besteht. Ich werde „Ziggurat“ nicht noch einmal spielen, weil es etwa nicht gut war, sondern weil ich nun die Story kenne.

Und die bietet nicht viel. Sie ist eben sehr stark heruntergebrochen. Gleiches Bild ergeben die Charaktere, die ebenfalls ein wenig blass wirken. Jedoch sind sie sicherlich gut für einen Achtjährigen. Genauso übersichtlich sind die Regeln – was natürlich wieder gut ist. Wir kommen schnell rein. Lernen. Viel, und alles entwickelt sich. Wir kleben, aber zerstören nichts. Daher können wir immer noch einmal beginnen, wenn wir denn wollen würden.

Kooperation wird großgeschrieben. Ihr müsst zusammen sprechen und planen, ansonsten wird es nicht funktionieren – und hier kommt die Zielgruppe wieder voll auf ihre Kosten. Nicht gegeneinander, sondern miteinander. Die sechs Kapitel sind schnell gespielt – für erfahrene Zocker auf jeden Fall. Aber auch hier komme ich wieder auf die Erwartungshaltung zurück – ja, schon wieder. Die Familie ist nicht so erfahren, vermutlich zumindest, und kommt daher vollkommen auf ihre Kosten.
Fazit „Ziggurat“ ist ein kooperatives Familienspiel, und gerade die Zielgruppe wird gut in das Genre eingeführt und bekommt für ihre Augen sechs tolle Abschnitte zum gemeinsamen Spielen präsentiert. Gut!
ZURÜCK INS ARCHIV