Buch - Drama
Zu viel und nie genug
Zu viel und nie genugBuch - Drama | mit: Mary L. TrumpBewertung:★★★★★ Wenn die Ghostwriterin zum Gegenschlag ausholt. Was dramatisch klingt, ist in der Trump-Familie, sofern man dem Buch glauben schenken kann, ein normaler Vorgang. Mary L. Trump ist so etwas wie die Aufmüpfige, sie ist diejenige, die sich traut etwas zu sagen. Diesmal in Wort und Schrift, im Jahr 1999 gipfelte es sogar mit einer Klage. Dabei blieb es nicht, denn gegen "Zu viel und nie genug" reichten Mitglieder der Trump-Familie natürlich auch Klage ein. Das Ende vom Lied war, dass das Buch doch veröffentlicht werden konnte und die breite Weltbevölkerung nun einen Einblick in das Leben der Trumps erhält. Handlung Mary L. Trump, Nichte des US-Präsidenten und promovierte klinische Psychologin, enthüllt die dunkle Seite der Familie Trump. Einen Großteil ihrer Kindheit verbrachte Mary im Hause ihrer Großeltern in New York, wo auch Donald und seine vier Geschwister aufwuchsen. Sie schildert, wie Donald Trump in einer Atmosphäre heranwuchs, die ihn für sein Leben zeichnete und ihn letztlich zu einer Bedrohung für das Wohlergehen und die Sicherheit der ganzen Welt machte. Als einziges Familienmitglied ist Mary Trump dazu bereit, aus eigener Anschauung die Wahrheit über eine der mächtigsten Familien der Welt zu erzählen.BewertungDie US-Wahl steht vor der Tür und daher ist "Zu viel und nie genug" ein klasse Beitrag für zeitgenössische Politik. Mein Kollege meinte vor kurzem erst (im Scherz), dass wenn Donald nicht mehr im Amt ist, es ganz schön langweilig wird, denn worüber könnte man sich denn sonst jeden Tag lustig machen. Vielleicht dient ja sein 77-jähriger Herausforderer auch dazu. Das amerikanische Wahlsystem ruft halt einige Kuriositäten hervor. Eine davon ist Donald Trump, der Bruder aus dem Weißen Haus, der Mann der Corona in drei Tagen verkraftet hat und der Mann der vielleicht mehr lügt, als die Wahrheit zu sagen, so etwas behaupten zumindest einschlägige Medien.
Wie es dazu kam, wie ein Mensch so skrupellos werden kann, verrät die Autorin ihrer breiten Leserschaft. Alles begann mit dem Gründer der Dynastie. An dieser Stelle sei gesagt, dass es ein Einwanderer war. Zum Glück gab es damals noch keine Mauer, sonst hätten wir wohl in Deutschland aktuell das Problem mit dem Mann mit dem 70.000 Dollar Haarschnitt auszukommen. Aber wer weiß, wenn es keine staatlichen Förderungen gegeben hätte, vielleicht wäre alles ganz anders gekommen.
Was sich für Abgründe innerhalb einer Familie auftun, können Außenstehende nie richtig begutachten. Zum Glück gibt es mit Mary L. Trump einen Whistleblower die uns von Lügen, Verrat, emotionale Vereinbarungen, Rassismus, Sexismus, Macht und Ausnutzung berichtet. Insgesamt ist eine harte Abrechnung entstanden, wobei eher der Vater, Fred Trump Jr., von Mary im Fokus steht, denn dieser hat wohl am Meisten unter Fred Trump gelitten. Es war die Depression, die Alkoholsucht und die Vereinsamung, die ihn wohl so früh aus dem Leben gerissen hat.
"Zu viel und nie genug" ist bissig und spannend, da jedes Detail so schön ist. Schön nicht, weil mir erzähltes unbedingt gefällt, aber es hilft die wilden Handlungen des "Mächtigsten Mannes der Welt" besser einordnen zu können oder weithin über ihn zu lachen.
Fazit "Zu viel und nie genug" hat riesigen Spaß gemacht. Das Buch ist tolle Unterhaltung. Leider, leider handelt es sich aber nicht um eine fiktive Geschichte.... Die erzählten Erlebnisse müssen Millionen von Menschen ausbaden...
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Wie es dazu kam, wie ein Mensch so skrupellos werden kann, verrät die Autorin ihrer breiten Leserschaft. Alles begann mit dem Gründer der Dynastie. An dieser Stelle sei gesagt, dass es ein Einwanderer war. Zum Glück gab es damals noch keine Mauer, sonst hätten wir wohl in Deutschland aktuell das Problem mit dem Mann mit dem 70.000 Dollar Haarschnitt auszukommen. Aber wer weiß, wenn es keine staatlichen Förderungen gegeben hätte, vielleicht wäre alles ganz anders gekommen.
Was sich für Abgründe innerhalb einer Familie auftun, können Außenstehende nie richtig begutachten. Zum Glück gibt es mit Mary L. Trump einen Whistleblower die uns von Lügen, Verrat, emotionale Vereinbarungen, Rassismus, Sexismus, Macht und Ausnutzung berichtet. Insgesamt ist eine harte Abrechnung entstanden, wobei eher der Vater, Fred Trump Jr., von Mary im Fokus steht, denn dieser hat wohl am Meisten unter Fred Trump gelitten. Es war die Depression, die Alkoholsucht und die Vereinsamung, die ihn wohl so früh aus dem Leben gerissen hat.
"Zu viel und nie genug" ist bissig und spannend, da jedes Detail so schön ist. Schön nicht, weil mir erzähltes unbedingt gefällt, aber es hilft die wilden Handlungen des "Mächtigsten Mannes der Welt" besser einordnen zu können oder weithin über ihn zu lachen.
Fazit "Zu viel und nie genug" hat riesigen Spaß gemacht. Das Buch ist tolle Unterhaltung. Leider, leider handelt es sich aber nicht um eine fiktive Geschichte.... Die erzählten Erlebnisse müssen Millionen von Menschen ausbaden...