Buch - Drama
Zweimal im Leben
Zweimal im LebenBuch - Drama | mit: Clare EmpsonBewertung:★★★★★ Clare Empson, englische Journalistin und Lifestyle Bloggerin hat ihren Roman „Zweimal im Leben“ der großen Liebe zweier Menschen gewidmet. Das Buch ist in deutscher Übersetzung beim Blanvalet Verlag erschienen. Handlung Catherine, die nach einem traumatischen Ereignis an Mutismus leidet befindet sich in einer Klinik. Die täglichen Besuche ihres Mannes Sam mit den beiden Kindern Joe und Daisy sowie die Therapie, die Dr. Greg einsetzt, scheinen am Anfang keine Wirkung zu zeigen. Doch dann folgt Catherine dem Rat ihres Arztes und beginnt in ihren Gedanken, die Geschichte ihrer Liebe zu erzählen. Und natürlich erzählt sie diese der Person, die ihr alles bedeutet, Lucian, ihrem Seelenverwandten, ihrer großen Liebe. Catherine wandert in ihren Gedanken 15 Jahre zurück, als sie und Lucian, damals erst Anfang 20, sich kennengelernt haben, durchlebt die dramatische Zeit, als sie Lucian verlassen musste. Und dann wagt sie sich auch an die Ereignisse, die erst vier Monate zurück liegen, als Lucian und sie sich das zweite Mal begegnet sind … .BewertungDer Roman von Clare Empson wird vom Verlag als „emotionalste Geschichte des Jahres!“ angekündigt. Das Cover des Buches ist sehr stillvoll gestaltet und lädt zum Lesen ein, auch der Klapp-Text macht neugierig. Die ersten Kapitel lesen sich leicht und spannend. Die Liebesgeschichte von Catherine und Lucian spielt sich auf drei zeitlichen Ebenen ab – in der Gegenwart (Catherines Klinikaufenthalt), vor 15 Jahren (die erste Begegnung und der große Liebesrausch mit einem abruptem Ende), vor vier Monaten (ein Wiedersehen der Beiden). Zudem kommen die beiden Hauptpersonen abwechselnd zu Wort, so dass man Gefühle und Empfindungen der Beiden gut nachvollziehen kann. Obwohl das Sujet ergreifend ist, kommen im Roman viele Klischees vor – Lucian und seine Clique, reich, oberflächlich, auf Partys, Alkohol und Drogen ausgerichtet, mit wechselnden Freundinnen etc. und eine absolut naive, an sich selbst zweifelnde Catherine. Es fehlt an psychologischer Tiefe, um sich mit Lucians Lebensweise und Umgebung auseinandersetzen zu können. Es gelingt der Autorin oder der Übersetzerin nicht, beim Lesen das „Miterleben“ entstehen zu lassen. Die Erzählung gleicht einer Spirale, die unendlich erscheint und sich immer um das Gleiche dreht – Selbstmord des Vaters, Tod der Mutter usw. Die einzige liebenswerte Romanfigur ist Ling, diese ist der Autorin auch gut gelungen. Auch das Ende ist ziemlich vorhersehbar, das Drama lässt sich schnell erahnen. Ich habe das Buch fertiggelesen und auch ein paar Tage nachgedacht, bevor ich mich an die Rezension gemacht habe – es hat mich nicht „gepackt“. Fazit Eine dramatische Geschichte mit einem ergreifenden Sujet, aber auch mit vielen Schwächen.
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